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Geographische Angaben | Fläche | 447'400 km² (Deutschland: 357'023 km²) | Einwohner | 25,1 Mio 3 mal weniger als in Deutschland (82,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 56 Einwohner/km² 4 mal kleiner als in Deutschland (231) | Bruttosozialprodukt | 715 EUR 43 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR) | Religionsangehörigkeit | Orthodoxe | 9% | Muslime | 88% | Sonstige | 3% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Teilweise schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission |
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Gefängnis wegen christlichem Ferienlager?
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Drei Christen haben in Usbekistan ein christliches Ferienlager für 500 Kinder organisiert. Mit haltlosen Vorwürfen versuchen die Behörden ihre repressive Religionspolitik durchzusetzen und verurteilen drei Christen zu mehrjähriger Haft und hohen Bußen.
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Dmitri Pitirimov und seine Frau in glücklicheren Tagen. UECBR
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ms. In der Schweiz ist es kein Problem, wenn eine christliche Kirche ein Ferienlager für Kinder organisiert. Ganz anders in Usbekistan: Die drei Baptisten Pavel Peichev, Dmitri Pitirimov und Yelena Kurbatova organisierten auch dieses Jahr wieder ein Sommerlager, an dem 500 Kinder teilnahmen. Wie in jeder Kirche üblich, gehörte auch Religionsunterricht zum Programm.
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Jetzt droht den Organisatoren des Sommerlagers ein Gerichtsverfahren. Aber offenbar ist es den islamischen Behörden nicht ganz wohl dabei. Sie verheimlichen den Gerichtstermin und verweigern den Journalisten Interviews zu diesem Fall. Die Anklage lautet: Steuerhinterziehung, Verletzung von feuerpolizeilichen Vorschriften sowie die religiöse Unterweisung von Kindern gegen den Willen der Eltern. Dafür sieht das Gesetz von Usbekistan drakonische Strafen vor. Der Richter kann Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren und für einheimische Verhältnisse hohe Bußen aussprechen. Er kann außerdem anordnen, dass der Besitz der Kirche enteignet wird.
Für Dmitri Pitirimov, Leiter des Ferienlagers, ist die Anklage haltlos. Dieses Beispiel zeigt die repressive Religionspolitik in Usbekistan. Vor allem die Freikirchen werden diskriminiert. Zudem hätten sämtliche Eltern schriftlich ihr Einverständnis gegeben, dass die Kinder dem Religionsunterricht beiwohnen dürfen. Aufgrund dieser Dokumente könne von unfreiwilligem Religionsunterricht keine Rede sein.
Die Presseagentur “Forum 18” versuchte Begzot Kadyrov, den Vorsitzenden des staatlichen Büros für religiöse Angelegenheiten, sowie den Staatsanwalt auf die Ungereimtheiten in der Anklage anzusprechen. Die Behörden verweigerten jedoch Interviewtermine. |
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Bitte verlangen Sie, dass die Anklage fallengelassen wird! |
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Mail |
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Staatshörigkeit gefordert
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Usbekistan wird vom Diktator Islam Karimov regiert. Er anerkennt nur religiöse Gruppierungen, die sich der staatlichen Diktatur völlig unterordnen. Dazu gehört die russisch-orthodoxe Kirche, die schon immer eng mit dem Staat zusammenarbeitete. Auch staatshörige islamische Gruppen zählen zu den Privilegierten des Regimes. Wer der Gewaltherrschaft nicht absoluten Gehorsam leistet, wird verfolgt.
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