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650 Tote, 2000 zerstörte Häuser, Tausende von Verletzten und noch mehr Obdachlose. Gunnar Wiebalck über einen Einsatz im Erdbebengebiet im Südosten der Türkei. |
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gw. Die armenische Kirche auf der Insel Akdamar im Van-See hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Auch als am 23. Oktober 2011 die Erde in der nahe gelegenen Stadt Van bebt und viele Gebäude wie Kartenhäuser einstürzen, bleibt die 1100 Jahre alte Insel-Kirche intakt. Nur eine Woche nach der Katastrophe stehen wir CSI-Mitarbeiter am Seeufer und blicken hinüber auf das Gotteshaus mit seinem Grundriss in Kreuzform und dem typischen konischen Kuppeldach. Heute ist es ein Museum, und gerade hat der türkische Staat erlaubt, dass hier einmal im Jahr ein Gottesdienst stattfinden darf. |
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Mittagessen für 200 verzweifelte muslimische Landsleute |
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Tägliche Mahlzeiten für ca. 200 Personen CSI |
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Wir sind gekommen, weil uns ein befreundeter türkischer Pfarrer auf eine Hilfsaktion der winzigen Christengemeinde in Van aufmerksam gemacht hat. Alle ihre Mitglieder haben das Beben überlebt und spontan eine Suppenküche eingerichtet. Große Säcke mit Reis, Zwiebeln und Tomaten liegen auf dem Boden. Auf Gaskochern im Freien dampfen riesige Kochtöpfe, in denen sie Tag für Tag für 150 bis 200 ihrer verzweifelten muslimischen Landsleute eine warme Mahlzeit zubereiten. |
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Dankbar schüttelt uns der Gemeindepfarrer die Hand. Jetzt, mit Hilfe eines finanziellen Zuschusses von CSI, kann diese wichtige Hilfe einen zusätzlichen Monat lang weitergehen. Im Auto wird das Essen in eine der Zeltstädte mitten in Van gefahren, wo viele Einwohner leben. |
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Kontakte zum Westen können zu großen Problemen führen |
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Wie prekär die Situation der türkischen Christen ist, wird deutlich, als wir den Wunsch äußern, bei der Verteilung mit dabei zu sein. "Besser nicht", wird uns bedeutet, "sollte ein türkischer Journalist über die Verbindung unserer Gemeinde mit einer westlichen Organisation wie CSI berichten, kann das zu großen Problemen führen". In den Medien werden Christen, die nur noch etwa 0,2 Prozent der Bevölkerung ausmachen, regelmäßig als Staatsfeinde diffamiert. Sie wollten missionieren und die türkische Nation spalten. |
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"So ähnlich muss es wohl in den Untergrundgemeinden der Katakomben von Rom gewesen sein" |
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Viele der türkischen Christen stammen aus muslimischen Elternhäusern. Ein solcher Schritt bedeutet meist offene Feindschaft und Verachtung durch die eigene Familie. "Bis zum Alter von 20 war ich Muslim", sagt mir einer von ihnen. "Ich hatte nie wirkliches Interesse an der Lehre des Koran und wurde schließlich Atheist. Dann, mit fast 30, verspürte ich ein Verlangen, mich doch einmal mit Gott zu befassen. Ich begegnete einem Christen und las im Neuen Testament. Mein Herz verspürte einen mir bis dahin unbekannten Frieden. Ich weinte, und meine Frau weinte mit mir. Wir sind entschlossen, Jesus nachzufolgen, und das hat unser bisheriges Leben völlig verändert."
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| Print-Version |
![]() | Türkei Protestantischer Kirchenverband beunruhigt | Ankara (Cümhüriyet), 29. Januar 2008 |
![]() | Türkei Aufhebung des Kopftuchverbotes bedeutet keine Freiheit | Istanbul (Istanbul Post), 8. Februar 2008 |
![]() | Türkei Rückkehr des Kopftuches an türkischen Universitäten Unheilige Allianz der Islamisten und Nationalisten | Ankara (Evrensel/Universum u.a.), 8. Februar 2008 |
![]() | Türkei Fragwürdiger Prozess: Neue Ängste bei türkischen Christen | Istanbul/Malatya (Zaman/Milliyet/Cümhüriyet), 18. Januar 2008 |
![]() | Alle anzeigen (8) |
CSI ist eine christliche Menschenrechtsorganisation
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