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Geographische Angaben | Fläche | 779'452 km² 2 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²) | Einwohner | 66,2 Mio (Deutschland: 82,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 85 Einwohner/km² 2 mal kleiner als in Deutschland (231) | Bruttosozialprodukt | 3'289 EUR 9 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR) | Religionsangehörigkeit | Christen | 0.2% | Muslime | 99% | Sonstige | 0.8% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Teilweise schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission |
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Letzter Akt der Christenverfolgung?
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Dass nun auch noch ihr 1600 Jahre altes Kloster Mor Gabriel geschlossen werden soll, lässt viele aus der Türkei stammende assyrische Christen auf die Straße gehen. CSI schließt sich den Protesten an.
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ms. Das Kloster Mor Gabriel im Tur Abdin (Südosttürkei) wurde bereits 392 n. Chr. gegründet. Dass dieses historische Zeugnis einer untergegangenen christlichen Epoche der Türkei heute noch steht, erscheint nach den vielen Wellen der Verfolgung gegen die dortigen Christen wie ein Wunder. Aber für assyrische Christen (die syrisch-orthodoxen Glaubens sind und Aramäisch, die Sprache Jesu, sprechen) hat das Kloster Mor Gabriel eine Symbolkraft, die mit jener des Tempelbergs für die Juden und Christen vergleichbar ist. In den letzten Jahren sind einige dieser Christen sogar aus der Schweiz und Deutschland in seine Nähe umgesiedelt. Die Bemühungen der Türkei, der Europäischen Union beizutreten, stimmten viele der Rückkehrer optimistisch.
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Weit davon entfernt, sich über die Rückkehr der einstmals vertriebenen Christen zu freuen, will die Türkei die Aufbruchstimmung im Keim ersticken. Am wirkungsvollsten geschieht dies in den Augen der islamischen Behörden wohl dadurch, das symbolhafte Kloster zu schließen und in ein Museum umzuwandeln, wie dies mit der einstigen griechisch-orthodoxen Großkirche Hagia Sophia in Istanbul bereits geschah. Seit dem 19. Dezember 2008 wird dem Kloster Mor Gabriel in der Kleinstadt Midyat (bei Mardin) der Prozess gemacht. Die muslimischen Kurden in den Nachbardörfern Yayvantepe, Candari und Eglence behaupten, die dortigen Christen hätten „zuviel Platz zum Beten”. Sie machen dem Kloster seine uralten Landrechte streitig und beanspruchen die Klosterfläche als Weideland für ihre 3500 Schafe und 1000 Kühe. Zudem werfen sie den Mönchen des Klosters unerlaubte Missionstätigkeit unter muslimischen Jugendlichen vor. |
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Demonstration gegen Klosterschließung. CSI
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Am 10. Januar 2009 protestierten assyrische Christen in Bern und am und 25.Januar 2009 in Berlin gegen das fadenscheinige und fragwürdige Gerichtsverfahren und die drohende Schließung von Mor Gabriel. An den Kundgebungen nahmen auch CSI-Vertreter teil. Für die auf das erste Quartal 2009 vertagten Verhandlungen gegen das Kloster will CSI eigene Prozessbeobachter entsenden. Die Methoden der türkischen Behörden, die den letzten Akt der Christenverfolgung am liebsten heimlich über die Bühne bringen möchten, müssen ans Licht kommen. |
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Verlangen Sie beim türkischen Beauftragten für Menschenrechte den Erhalt des Klosters Mor Gabriel! |
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