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Die Schweiz bemüht sich, zu einer Lösung des Konflikts beizutragen. Die Gefahr, dass religiöse Extremisten, womöglich mit Schweizer Waffen ausgerüstet, religiöse Säuberungsaktionen durchführen, wird ernst genommen, wie ein Gespräch mit hochrangigen Vertretern des Außenministeriums (EDA) gezeigt hat. Im Juni organisierte die Schweiz in Genf eine Konferenz der sogenannten Syrien-Aktionsgruppe. Daran nahmen die Außenminister der UNO-Vetomächte, der Türkei und Staaten der Arabischen Liga teil. Weiter unterstützte die Schweiz syrische Oppositionsgruppen bei der Erarbeitung eines Plans, wie Syrien nach Assads Sturz regiert werden soll. Angesichts der traditionellen neutralen Zurückhaltung der Schweiz erstaunt dieses Engagement.
In einem Brief an Bundesrat Burkhalter dankt CSI für die bisherigen Bemühungen und ermutigt dazu, das politische Engagement – unter Wahrung der Neutralität – fortzusetzen. Zugleich regt CSI an, dass die Schweiz ihren Einfluss nutzen soll, um die starken politischen Kräfte in der Region – allen voran die Türkei, Saudi-Arabien und Katar – dazu zu bewegen, sich deutlich gegen religiöse Ungleichbehandlung, islamistisches Überlegenheitsdenken und für rechtsstaatliche Strukturen auszusprechen. Was bereits unter Diktator Assad der Fall war, muss auch in Zukunft so bleiben: Die Rechte der syrischen Staatsbürger dürfen nicht vom religiösen Bekenntnis abhängig gemacht werden. Religiöse Diskriminierung und Verfolgung wären sonst vorprogrammiert.
Autoren: Benjamin Doberstein | Adrian Hartmann
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