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Was wird die Zukunft für die Sklavenbefreiung bringen? Wie lässt sich die Arbeit von CSI weiterführen? Antworten auf diese Fragen wird die politische Entwicklung in den nächsten Monaten geben. |
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Medienvertreter beim Friedensabkommen von 2005 CSI |
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gw. 1956 wurde aus einem zuvor von Ägypten und Großbritannien gemeinsam regierten Gebiet mit von Kolonialmächten gezogenen Grenzen der heutige Sudan. Bereits kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die britische Regierung die bis dahin getrennt verwalteten Nord- und Südteile zusammengelegt. Sie ignorierte Stimmen aus dem Süden, die vor einem Bürgerkrieg in dem künstlichen Staatsgebilde warnten. Auch der damalige englische Premier Sir Winston Churchill musste seine Zweifel gehabt haben. Er kannte die große Uneinigkeit der Kulturen im Sudan, hatte er 1898 doch selbst am Kampf gegen die Truppen des sudanesischen Mahdi teilgenommen. Die Mahdisten unter der Führung Muhammad Ahmads, der sich zum Mahdi – einer Art islamischem Messias – erklärt hatte, eroberten bis 1885 weite Teile des Landes und wurden erst 1898 durch eine britisch-ägyptische Streitmacht besiegt. |
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Von Bürgerkriegen gequält |
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Der Bürgerkrieg brach bereits 1955 aus, ein Jahr vor der Unabhängigkeit des Landes. Für die christliche Bevölkerung im Südsudan begann eine Schreckenszeit, die ein halbes Jahrhundert lang dauern sollte. Zuerst wurden die Missionsschulen verstaatlicht und bis 1964 sämtliche Missionare ausgewiesen. In dieser ersten Phase des Krieges, die bis 1972 dauerte, kamen im Süden mindestens 500 000 Menschen ums Leben, die Mehrzahl von ihnen Zivilisten. 1983 kündigte die Regierung in Khartum das 1972 in Kraft getretene Friedensabkommen auf und versuchte anschließend, die landesweite Einführung der islamischen Scharia-Gesetze durchzusetzen. Diese zweite Phase des Krieges war geprägt von wirtschaftlichen Interessen sowie ethnischen und religiösen Konflikten. Der Krieg war vom Nordsudan ausdrücklich als Dschihad, als heiliger Krieg gegen Christen und Animisten im Südsudan, ausgerufen worden. In dieser Phase kamen mindestens zwei Millionen Südsudanesen ums Leben. Durch die paramilitärischen Djandjawid-Milizen aus dem Nordsudan, die die Aufgabe hatten, unter der Zivilbevölkerung im Süden Angst und Schrecken zu verbreiten, kam es zu schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und zur faktischen Wiedereinführung der Sklaverei, die 100 Jahre zuvor abgeschafft worden war. |
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Schritte zum Frieden |
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1995 begann CSI mit Freikaufaktionen der Versklavten, was in den USA bei den Medien zum Thema wurde und solchermaßen politische Weichenstellungen erzwang. 2001 ernannte der amerikanische Präsident George W. Bush einen speziellen Gesandten für den Sudan, Senator John Danforth. Dieser bestätigte die Realität der Sklaverei. Seine Berichterstattung zwang die Konfliktparteien schließlich an den runden Tisch. Im Januar 2005 kam es zu einem umfassenden Friedensabkommen. CSI war als einzige Nichtregierungsorganisation zur Unterzeichnungs-Zeremonie in Nairobi eingeladen.
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| Print-Version |
![]() | Sudan Kranksein im afrikanischen Busch | ![]() | Das Gesundheitswesen im Südsudan liegt vier Jahre nach Friedensschluss immer noch im Argen. Die CSI-Klinik von Dr. Luka Deng schenkt jedoch Hoffnung. |
![]() | Sudan Video-Bericht von der neusten Sklavenbefreiung | ![]() | Gunnar Wiebalck berichtet vor Ort über die CSI-Befreiungs-Aktion |
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CSI ist eine christliche Menschenrechtsorganisation
für Religionsfreiheit
und Menschenwürde.