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Sudan 

Werden wir morgen noch leben?

Maria und ihre zwei Kinder kämpfen täglich ums nackte Überleben. Ein zermürbender und Kräfte raubender Kampf, der für sie kein Ende zu nehmen scheint. Da ist die Hilfe von CSI wie ein befreiender Lichtblick im Dunkel des Alltags.

Maria und ihre Kinder. CSI  

uh. Bei einem Besuch in der Flüchtlingssiedlung im Dorf Jaac stießen CSI-Mitarbeiter auf Rückkehrer, die kurz vor dem Hungertod stehen. Sie begegneten den beiden Schwestern Maria und Rebecca, die in einer winzigen Hütte Schutz vor der sengenden Hitze suchten. Das Strohdach über ihren Köpfen war so löchrig, dass die Sonnenstrahlen auf dem Hüttenboden ein Muster aus Licht und Schatten zeichneten. “Hier in Jaac gibt es nichts mehr zu essen”, sagte Maria, die mit ihren zwei Kindern einige Wochen zuvor aus dem Nordsudan zurückgekehrt war. Einige Blechteller konnte sie retten, dazu die Kleider an ihrem Leib. Zusätzlich besass Rebecca noch ein hölzernes Bettgestell und einen Kochtopf, in dem eine Handvoll frisch gepflückter Blätter lagen. “Ist das die ganze Nahrung für Sie und die Kinder?”, fragten wir. “Ja, das ist alles”.

Bibel in der Hütte

Zwischen einer Holzstange und dem Hüttendach aus Stroh steckte ein zerfleddertes Buch. Es war eine auf Arabisch gedruckte Bibel, die Buchdeckel fehlten, viele Seiten waren zerrissen und zerknittert. Maria erlaubt uns, das Papierbündel in die Hand zu nehmen und darin zu blättern. Sie hat in ihrem ganzen Leben noch nie eine Schule besucht, sie kann weder lesen noch schreiben. Trotzdem hat sie die Bibel zusammen mit ihren beiden Kindern auf der Flucht mitgenommen und bis hierher nach Jaac gerettet. “Warum?”, fragten wir. “Das ist ein heiliges Buch”, lächelte Maria und nahm uns das Bündel Papier wieder ab. “Es gibt mir Kraft, es wird mich und meine Kinder beschützen”. Behutsam klemmte sie die Bibel zurück an ihren Platz unter dem Strohdach.

Bibel gerettet. CSI  

Regierung kümmert sich nicht

So wie Maria und Rebecca geht es vielen Rückkehrern aus dem Nordsudan. Sie sind zwar überglücklich, wieder in ihrer Heimat angekommen zu sein, oder endlich ein jahrelanges Leben in der Sklaverei hinter sich zu lassen. Doch der Neuanfang ist eine enorme Herausforderung für sie. Meistens kommen sie völlig mittellos und erschöpft in einer Flüchtlingssiedlung an. Dort werden sie zwar freundlich von den Siedlungsbewohnern und zum Teil auch von Verwandten empfangen. Da diese aber selber kaum genug zum Überleben haben, beginnt für alle ein zermürbender Überlebenskampf. Von der neuen Regierung des Südsudans in Juba haben die Rückkehrer nichts zu erwarten, sie ist weit weg, und sie scheint diesen Teil ihres Landes vergessen zu haben. Andere Hilfswerke sind so mit der Not in Darfur beschäftigt, so dass die Hilfe von CSI für viele Rückkehrer noch der einzige Hoffnungsblick ist.

Akute Hungersnot bedroht Kinder. CSI  

 
Dürre oder Flut

Zu dieser ohnehin misslichen Lage kommen noch die zunehmend extremeren Wetter- und Klimabedingungen. Über Monate wurde das Land von der sengenden Hitze völlig ausgetrocknet. Wenn dann die Regenzeit beginnt, gibt es durch die weltweiten klimatischen Veränderungen zunehmend so heftige Regenfälle, so dass ganze Landstriche völlig überschwemmt und erwartete Ernten wieder zerstört werden. Also eine zusätzlich bittere und enttäuschende Erfahrung. Ohne Hilfe von außen haben diese Menschen praktisch keine Chance, sich eine neue Existenz aufzubauen.

Kann CSI weiter helfen?

CSI hat sich entschieden, diesen Menschen beizustehen, bis der letzte Sklave aus dem Nordsudan befreit und in seine Heimat zurückgebracht worden ist. Noch ist viel zu tun. Von Januar bis Mai 2009 war es möglich, weitere 517 Sklaven in die Freiheit zu führen.

Maria: Blätter gegen den Hunger ihrer Kinder. CSI  

Mit Startsäcken, Saatgut, Hirsegetreide und einer Spezialnahrung für unterernährte Kinder konnte entscheidende Überlebenshilfe geleistet werden. Dr. Luka Deng konnte zudem zwei neue Buschkliniken eröffnen. Die dankbaren Blicke der Hilfeempfänger entschädigen die CSI-Mitarbeiter jeweils für viele auf sich genommenen Strapazen.

Trotzdem beschleicht uns zunehmend auch eine Sorge über die finanzielle Entwicklung unseres Werkes. Durch die verunsicherte Wirtschaftslage spüren wir einen zunehmenden Spendenrückgang. Es ist nicht immer einfach, die notwendige Balance zwischen der dramatischen Not im Südsudan und den Milliarden von Geldern, die in die Rettung unserer Banken investiert werden, zu bewahren. Wie gut ist es da zu wissen, dass wir trotz allem einen treuen und gerechten Vater im Himmel haben. Darum vertrauen wir ihm weiterhin, dass er für uns sorgen wird und uns hilft, den großen Herausforderungen in unseren Hilfsprojekten weiter nachzukommen. Ja – sie sogar weiter auszubauen und weltweit Zeichen der Liebe zu setzen.

Ihnen, liebe CSI-Freunde, danken wir von ganzem Herzen, dass Sie weiter mit uns dran bleiben und uns helfen, anderen zu helfen. Ihr Same hilft Ewigkeitsfrucht zu schaffen.


 

Ihre Spende kommt hungernden Kindern und Ihren Familien zugute

EUR 

20,–

Spezielnahrung für fünf unterernährte Kinder für drei Wochen

EUR 

45,–

Monatsration Hirsegetreide für eine Familie mit vier Kindern

EUR 

65,–

Spezielnahrung für 20 unterernährte Kinder drei Wochen lang

EUR  ,–   freier Betrag

Online oder mit Zahlschein / direkter Banküberweisung




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