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Sudan / USA 

Kein stabiler Staat Südsudan ohne Sklaverei-Ende


Donnerstag, 30. Juni 2011

Dr. John Eibner sprach gestern als Experte vor einer US-Parlamentskommission zum Thema Sklaverei im Sudan. Er wies auf die rassistischen und religiös-fanatischen Wurzeln der Sklaverei hin. Ein dauerhafter Friede ist im Südsudan erst dann möglich, wenn es keine Sklaverei mehr gibt.

Das House of Representatives tagt im Capitol in Washington D.C. www.aoc.gov  

Dr. John Eibner CSI  

 
Dr. John Eibner forderte gestern die zuständigen Mitglieder des US-Repräsentantenhauses auf, sich für die Beseitigung der Sklaverei im Sudan einzusetzen. John Eibner ist der Geschäftsführer unserer Filiale in den USA. Er reist seit 1992 regelmäßig in den Sudan, um die Sklaverei zu dokumentieren und Sklavenbefreiungen zu ermöglichen.

"Krieg der Weltanschauungen"

Gemäß nordsudanesischen Regierungsquellen sind bis heute noch über 35 000 Menschen im Nordsudan versklavt. Die meisten Sklaven wurden während des Bürgerkriegs zwischen dem Norden und dem Süden (1983–2005) im Südsudan von nordsudanesischen bewaffneten Gruppen verschleppt.

Achol Yum Deng war 15 Jahre im Norden gefangen CSI  

Diese Gruppen wurden von der nordsudanesischen Regierung unterstützt. Versklavung wurde im Bürgerkrieg als Kollektivstrafe eingesetzt. Die arabisch-islamische Regierung richtete sie gegen die aufständischen Schwarzafrikaner – Christen und Animisten. Ausgangspunkt der Sklaverei ist dabei ein "Krieg der Weltanschauungen": Das arabisch-islamische Weltbild und das schwarzafrikanisch-christliche/traditionalistische prallten aufeinander.

Neuer Staat Südsudan mit Krebsgeschwür?

John Eibner erinnerte an einen Bericht von 2002, der von der US-Regierung finanziert worden war: Dessen Empfehlungen wurden bisher kaum umgesetzt. Das muss aber jetzt endlich geschehen. Es braucht


eine finanziell transparente und handlungsfähige sudanesische Behörde, die Versklavte sucht, befreit und in ihre Heimat zurückführt;

ein Forschungsprogramm zur Aufarbeitung der Sklaverei im Sudan; und

eine Behörde mit ausländischen und einheimischen Mitgliedern, die die Beseitigung der Sklaverei überwacht.

Sollte es nicht gelingen, die Sklaverei und den darin enthaltenen Rassismus und religiösen Fanatismus zu überwinden, bleibt im Sudan ein tödliches Krebsgeschwür zurück. Das würde die Versöhnung verunmöglichen und die Aussichten auf einen dauerhaften Frieden und auf Stabilität im neuen Staat Südsudan untergraben.

Das Referat im Wortlaut (englisch)  


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