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Sudan 

Euphorie im Südsudan

Im Südsudan wird Weltgeschichte geschrieben: Nach jahrzehntelangen Kämpfen steht der Landesteil unmittelbar vor der Unabhängigkeit. Mehrere zehntausend Südsudanesen sind daran überhaupt nicht beteiligt. Sie werden im Norden noch immer als Sklaven festgehalten.

Südsudanesen kehren mit Sack und Pack aus dem Norden zurück CSI  

Schlangestehen fürs Abstimmen CSI  

ah. Mitte Januar 2011: Euphorische Stimmung im Südsudan, großes Interesse auch im südlich gelegenen Nachbarland Kenia, wo das Fernsehen “die Afrika-Story des Jahres” ankündigt. Prominente wie der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter oder der frühere Uno-Generalsekretär Kofi Annan aus Ghana wollen dabei sein. Selbst der sudanesische Präsident Omar al-Bashir besucht kurz vor dem Referendum Juba, die Hauptstadt des Südsudans.

Abgestimmt wird mit dem Fingerabdruck CSI  

In einer viel beachteten Rede verkündet er, dass er eine Abspaltung des Südsudans akzeptieren werde. Bisher hat mit der Eritreischen Volksbefreiungsfront erst eine einzige afrikanische Sezessionsbewegung einen offiziell anerkannten eigenen Staat erhalten.

Kaum jemand zweifelt noch daran, dass der Südsudan anfangs Juli formell seine Unabhängigkeit erklären wird.

CSI-Mitarbeiter Gunnar Wiebalck: “Es ist das erste Mal seit der Staatsgründung Israels, dass ein zum islamischen Einflussbereich gehörendes Gebiet wieder nicht-islamisch wird. Für strenggläubige Muslime ist das ein unerhörter Vorgang, welcher der islamischen Welt wie ein Schock in die Knochen fahren muss.”

Abhängig statt unabhängig

Akok Atak Deng CSI  

Viele Südsudanesen, die frei im Norden lebten, kehren in den Süden zurück. Einer von ihnen ist der Dinka-Häuptling Akok Atak Deng. Er erzählte CSI, dass er in Verhandlungen mit den Besitzern 18 versklavte Landsleute hatte befreien können. Doch kurz vor der Abfahrt in den Süden zerrten nordsudanesische Sicherheitskräfte sie vom Lastwagen und brachten sie an einen unbekannten Ort. Gemäß Akok wurden auch zahlreiche andere, nicht versklavte Südsudanesen von der Polizei gehindert, in den Südsudan zurückzukehren.

Von der Aufbruchstimmung im Südsudan bekommen Zehntausende Südsudanesen nichts mit. Sogar nach offiziellen nordsudanesischen Angaben leben noch mindestens 35 000 entführte Südsudanesen im Norden. Sie werden als Sklaven gehalten.

Obwohl sie mehr Grund als viele ihrer Landsleute hätten, sich vom Norden zu trennen, durften sie sich nicht für die Abstimmung registrieren lassen.

Zähe Verhandlungen

Alle befreiten Sklaven erhalten v. CSI Starthilfe CSI  

CSI-Mitarbeiter Dr. John Eibner befürchtet, dass der Südsudan nach dem Referendum bald wieder aus den Schlagzeilen verschwinden wird. Ein nachhaltiger Friede zwischen dem Norden und dem Süden sei aber nicht möglich, solange das Kapitel der Sklaverei nicht endgültig abgeschlossen sei.

Vor der Unabhängigkeitserklärung sind zahlreiche weitere Punkte zu klären: Wie werden künftig die Erdöleinnahmen von etwa drei Milliarden Euro jährlich aufgeteilt?

Salva Kiir Mayardit CSI  

Wie werden die Sudanesen im jeweils anderen Teil künftig behandelt? Wo genau verläuft die Grenze?

Gemäß CSI-Mitarbeiter Gunnar Wiebalck ist es dem südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir Mayardit gelungen, einen konstruktiven Dialog zwischen den sprachlich und kulturell teilweise sehr verschiedenen Stämmen im Süden zustande zu bringen. “Die Wahlfälschungen vom letzten Jahr sind noch nicht vergessen. Wegen des bevorstehenden Referendums sind die bestehenden Differenzen unter den Teppich gekehrt worden. Bereits die nächsten Wahlen werden die Überlebensfähigkeit des jungen Staates auf die Probe stellen.” Gespräche, Kompromisse und faire Machtteilung – sie werden über die Stabilität von Afrikas jüngstem Staat entscheiden.

Die Zurückgekehrten werden noch Monate unter freiem Himmel leben müssen CSI  


Neuer Staat Südsudan


Bereits im Friedensabkommen von 2005 war auf Anfang 2011 ein Referendum vorgesehen. Nach vorgängiger Registrierung konnten in der zweiten Januarwoche etwa vier Millionen Südsudanesen für die Einheit oder die Abspaltung des Südens vom Norden stimmen. Die formelle Unabhängigkeitserklärung des Südsudans ist auf den 9. Juli 2011 geplant. Bis dahin müssen die strittigen Punkte endgültig geklärt sein (siehe Hauptartikel).


 

Herzlichen Dank, dass Sie sich mit uns für die Befreiung der Sklaven im Sudan engagieren!

EUR 

50,–

Sartsack für einen Sklaven inklusiv Transport

EUR 

60,–

Nahrung für sechs befreite Sklaven während der Rückführung in ihre Heimat

EUR 

150,–

Kosten für die Befreiung von drei Sklaven

EUR  ,–   freier Betrag

Online oder mit Zahlschein / direkter Banküberweisung




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