|
Im Südsudan wird Weltgeschichte geschrieben: Nach jahrzehntelangen Kämpfen steht der Landesteil unmittelbar vor der Unabhängigkeit. Mehrere zehntausend Südsudanesen sind daran überhaupt nicht beteiligt. Sie werden im Norden noch immer als Sklaven festgehalten. |
![]() |
|
Südsudanesen kehren mit Sack und Pack aus dem Norden zurück CSI |
|
ah. Mitte Januar 2011: Euphorische Stimmung im Südsudan, großes Interesse auch im südlich gelegenen Nachbarland Kenia, wo das Fernsehen “die Afrika-Story des Jahres” ankündigt. Prominente wie der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter oder der frühere Uno-Generalsekretär Kofi Annan aus Ghana wollen dabei sein. Selbst der sudanesische Präsident Omar al-Bashir besucht kurz vor dem Referendum Juba, die Hauptstadt des Südsudans. |
|
In einer viel beachteten Rede verkündet er, dass er eine Abspaltung des Südsudans akzeptieren werde. Bisher hat mit der Eritreischen Volksbefreiungsfront erst eine einzige afrikanische Sezessionsbewegung einen offiziell anerkannten eigenen Staat erhalten.
|
|
CSI-Mitarbeiter Gunnar Wiebalck: “Es ist das erste Mal seit der Staatsgründung Israels, dass ein zum islamischen Einflussbereich gehörendes Gebiet wieder nicht-islamisch wird. Für strenggläubige Muslime ist das ein unerhörter Vorgang, welcher der islamischen Welt wie ein Schock in die Knochen fahren muss.” |
|
Abhängig statt unabhängig |
|
Viele Südsudanesen, die frei im Norden lebten, kehren in den Süden zurück. Einer von ihnen ist der Dinka-Häuptling Akok Atak Deng. Er erzählte CSI, dass er in Verhandlungen mit den Besitzern 18 versklavte Landsleute hatte befreien können. Doch kurz vor der Abfahrt in den Süden zerrten nordsudanesische Sicherheitskräfte sie vom Lastwagen und brachten sie an einen unbekannten Ort. Gemäß Akok wurden auch zahlreiche andere, nicht versklavte Südsudanesen von der Polizei gehindert, in den Südsudan zurückzukehren.
|
|
Obwohl sie mehr Grund als viele ihrer Landsleute hätten, sich vom Norden zu trennen, durften sie sich nicht für die Abstimmung registrieren lassen. |
|
Zähe Verhandlungen |
|
CSI-Mitarbeiter Dr. John Eibner befürchtet, dass der Südsudan nach dem Referendum bald wieder aus den Schlagzeilen verschwinden wird. Ein nachhaltiger Friede zwischen dem Norden und dem Süden sei aber nicht möglich, solange das Kapitel der Sklaverei nicht endgültig abgeschlossen sei.
|
|
Wie werden die Sudanesen im jeweils anderen Teil künftig behandelt? Wo genau verläuft die Grenze?
|
![]() |
|
Die Zurückgekehrten werden noch Monate unter freiem Himmel leben müssen CSI |
|
|
||
|
| ||
| Print-Version |
![]() | Sudan Kranksein im afrikanischen Busch | ![]() | Das Gesundheitswesen im Südsudan liegt vier Jahre nach Friedensschluss immer noch im Argen. Die CSI-Klinik von Dr. Luka Deng schenkt jedoch Hoffnung. |
![]() | Sudan Video-Bericht von der neusten Sklavenbefreiung | ![]() | Gunnar Wiebalck berichtet vor Ort über die CSI-Befreiungs-Aktion |
![]() | Alle anzeigen (33) |
CSI ist eine christliche Menschenrechtsorganisation
für Religionsfreiheit
und Menschenwürde.