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Die Idee war eine Sensation. Es existierte kein ähnliches Projekt in Rumänien. Sogar der damalige Staatspräsident Ion Iliescu und Ministerpräsident Adrian Nastase besuchten das Waisenkinder-Projekt.
CSI: Herr Florescu, was hat sich seit den Anfängen verändert?
Catalin Florescu: Die drei Familien haben sich zu ganz “normalen” Familien entwickelt. Die Kinder fühlen sich sehr wohl. Sie sind enorm dankbar, in der Geborgenheit und Sicherheit einer Familie aufwachsen zu dürfen.
Natürlich kennen wir auch Probleme, wie sie jede Familie kennt. Es ist eine große Herausforderung, den Kindern mit all ihren Gedanken und Gefühlen einen guten Rahmen für ihr Heranwachsen zu bieten.
Wie gehen Sie mit solchen Alltagsproblemen um?
Wir haben von Anfang an psychologische Betreuung in Anspruch genommen. Zudem erhalten die Eltern regelmäßig Unterstützung von einer rumänischen Kinderschutzorganisation. Dass wir professionell geschult werden, ist sehr wichtig.
Wie haben sich Ihre Aufgaben verändert?
Früher baute ich die ganze Arbeit auf. Inzwischen hat sich das Projekt stabilisiert. Mein Arbeitspensum als Geschäftsführer hat sich damit reduziert. Nun sehe ich meinen Job nicht mehr als Job an. Für die Familien bin ich nun vielmehr ein “Cata”, ein Freund. Das ist für mich ein riesiges Geschenk.
Wie oft sehen Sie die Familien?
Meistens mehrmals pro Woche. Ich helfe bei den Hausaufgaben, treibe Sport, an Wochenenden oder in den Ferien machen wir Ausflüge. Manchmal bitten mich die Eltern vorbeizukommen, wenn sie mit einer schwierigen Situation nicht selber klarkommen.
Wie ist Ihr Verhältnis zu den Familien?
Mit den Kindern habe ich ein sehr herzliches Verhältnis. Ich habe sie fest in mein Herz geschlossen und freue mich über jeden Moment, wenn ich sie fröhlich sehe.
Zu den Eltern habe ich ebenfalls einen sehr guten Draht. Wir versuchen gemeinsam, für jedes Kind den besten Weg zu finden.
Ein Höhepunkt in Ihrer Tätigkeit?
Ich habe viele schöne und ermutigende Momente erleben dürfen. Ein unvergessliches Erlebnis war, als wir Tereza, das erste Kind, abholten und zu ihrem neuen Zuhause fuhren.
Besonders gerne erinnere ich mich auch an die Überraschungsparty zu meinem Geburtstag! Wir alle spielten, sangen, tanzten und hatten sehr viel Spaß zusammen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich möchte für die Kinder immer eine große Unterstützung sein – was herausfordernd ist. Die Kinder sollen zu gesunden, starken und glücklichen Menschen heranwachsen können. |
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