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Geographische Angaben | Fläche | 1'285'216 km² 3 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²) | Einwohner | 26,4 Mio 3 mal weniger als in Deutschland (82,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 21 Einwohner/km² 11 mal kleiner als in Deutschland (231) | Bruttosozialprodukt | 2'574 EUR 12 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR) | Religionsangehörigkeit | Christen | 92% |   Katholiken | 89% |   Protestanten | 3% | Naturreligionen | 8% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Teilweise Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung der Diakonie |
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Saat von heute – Früchte für morgen
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Wohnen in erbärmlichen Notbehausungen in einem von Limas Slumviertel CSI
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Mit Hilfe von INTSOL, der Partnerorganisation von CSI, schöpfen die Bewohner von Limas Elendsviertel wieder Hoffnung. “Hilfe zur Selbsthilfe” ist das Prinzip, welches die Projektleiterin Ana Mendoza den Menschen in den Slums näher bringt.
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Agripina ist die Zukunft der Kinder ihres Viertels wichtig. CSI
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es/hz. Die Familie von Agripina lebt inmitten der Slums von Lima. Arbeitslosigkeit, Gewalt, Drogen, Prostitution und Armut prägen das Leben im Elendsviertel. Dort wohnt die Familie in einem einfachen Steinhaus, das noch nicht fertig gebaut ist. Agripina, ihr Ehemann Grimaldo und ihre vier Kinder müssen sich zwei Zimmer teilen. Neben dem knappen Wohnraum wird ihr Alltag durch die prekäre finanzielle Situation erschwert. Agripina verdient ihr Geld mit Putzen. Sie hat aber keine feste Anstellung, sondern bestreitet ihren Lebensunterhalt im Stundenlohn. Ihr Ehemann arbeitet an einer Tankstelle. Leider hat er nicht immer Arbeit, und deshalb reicht das Einkommen für die Familie häufig nicht.
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In den staubigen Slums am Rande Limas leben viele Familien in ähnlichen Verhältnissen. Ihre erbärmlichen Notbehausungen, mehrheitlich kleine Hütten aus Holz, Wellblech oder Plastik, haben meistens keinen Wasseranschluss. Ein Großteil der Bevölkerung ist ohne Arbeit. Wenn jemand einen Job findet, dann häufig nur vorübergehend. |
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Angesichts ihrer verheerenden Lebenssituation resignieren die Slumbewohner Limas. Das tägliche Elend versperrt ihnen den Blick für allfällige Möglichkeiten zur Entwicklung und zur Veränderung. Der von CSI gegründete Verein INTSOL (Integración y Solidaridad) unterstützt die Slum-Bevölkerung und begleitet sie. Durch konkrete Projekte wird das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ umgesetzt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene vereinigen sich in Organisationen und gehen ihre elenden Lebensverhältnisse konkret an. INTSOL fördert dadurch die zwischenmenschlichen Beziehungen sowie die Entwicklung nachhaltiger Strukturen gezielt auf christlicher Basis.
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Gezielt nach Lösungen suchen
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Es verwundert deshalb nicht, dass der Umgang innerhalb der Familien sehr gespannt und von Streit geprägt ist. Trotzdem hat sich Agripinas Leben verändert. Seit einiger Zeit bemüht sie sich, nicht mehr zu streiten und ausfällig zu werden. Denn sie hat in den Kursen von INTSOL, der Partnerorganisation von CSI, gelernt, Konflikte konstruktiv auszutragen. “Zum einen lernte ich mich selber besser kennen und habe eingesehen, dass ich meine Meinung auf positive Art mitteilen kann. Zum anderen habe ich gelernt, bei Auseinandersetzungen gezielt nach Lösungen zu suchen. Im Umgang mit meinen Mitmenschen ist mir bewusst geworden, dass sie oft aus Not und Ohnmacht heraus aggressiv reagieren. Der Kurs öffnete mir die Augen, so dass ich heute neben dem Elend auch die positiven Fähigkeiten der Menschen erkenne.” |
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Agripina (1. von links) leitet die Sitzung ihrer Verwaltungsbehörde. CSI
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Ana Mendoza ist Projektleiterin bei INTSOL. Unterstützt wird die Psychologin von 20 Mitarbeitern. Sie gehen vom christlichen Menschenbild aus. Danach ist jeder Mensch ein wertvolles Geschöpf Gottes mit unantastbarer Würde und mit eigenen Gaben. In Schulungen und Workshops werden die Slum-Bewohner angeleitet, diese eigenen Ressourcen zu entdecken. Die Betreuungsarbeit basiert auf dem Prinzip “Hilfe zur Selbsthilfe” und bringt bewusst christliche Werte mit ein. In diesem Sinne fördert INTSOL auch Agripina bei ihrer Arbeit mit den Verwaltungsbehörden. Mit den anderen Teilnehmern lernte sie, wie sie ein Team bilden können. In den Workshops wird ihnen außerdem gezeigt, wie sie ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse zur Verbesserung der Lebensqualität im Viertel am besten umsetzen können. Nun ist Agripina bereits zum zweiten Mal zur Generalsekretärin der Verwaltungsbehörden gewählt worden. Dort vertritt und koordiniert sie die Anliegen von 110 Familien gegenüber den Kommunalbehörden. Agripina: “Heute treten wir vereint auf und bleiben nicht nur in der trostlosen Gegenwart verhaftet. Wir orientieren uns vielmehr an unseren Zielen, wir werden aktiv und verändern die bestehenden Missstände. Wir lassen uns nicht länger von der Armut lähmen, sondern stellen uns ihr. So richten wir z. B. Wasserleitungen her und sichern das Viertel vor Banden.” Außerdem bebauen sie den staubigen Boden und setzen sich vor allem für eine sinnvolle Abfallentsorgung ein.
Das CSI-Projekt in Lima wird von staatlichen Organisationen äußerst positiv bewertet. CSI ermutigt Menschen, ihre Lebensverhältnisse aus eigener Kraft zu verbessern. So ist Hilfe zur Selbsthilfe die erfolgreichste Art, Armut zu bekämpfen. Aus dieser Saat von heute wird eine dauerhafte Veränderung der Slums und ihrer Bewohner wachsen. |
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Helfen Sie mit Ihrer Spende, Kindern und Erwachsenen in den Slums von Lima eine Zukunftsperspektive zu geben. |
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