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Peru

Geographische Angaben

Fläche

1'285'216 km²
3,6 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²)

Einwohner

26,4 Mio
3,1 mal weniger als in Deutschland (82,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

21 Einwohner/km²
11 mal kleiner als in Deutschland (231)

Bruttosozialprodukt

2'574 EUR
12 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR)

Religionsangehörigkeit

Christen

92%

     Katholiken

89%

     Protestanten

  3%

Naturreligionen

  8%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung der Diakonie

Peru 

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Eine Oase in der Steinwüste Limas

In den von Gewalt und Armut geprägten Slums um Lima sind Orte, wo Kinder geschützt spielen, lesen und lernen können, eine Seltenheit. Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ organisieren Mütter eine von CSI gegründete Ludo- und Bibliothek.

hz. Santa Cruz ist eines der vielen trostlosen Slumviertel von Lima. In einer staubtrockenen Steinwüste, am Fuße der Anden gelegen, galt dieses Viertel lange als höchst gefährlich. Nicht einmal öffentliche Busse fuhren nach Einbruch der Dunkelheit dorthin. CSI-Peru hat dort vor einigen Jahren eine Ludo- und Bibliothek mit dem Namen “Mi Segundo Hogar” (Mein zweites Heim) eingerichtet.

Ludo- und Bibliothek für die Kinder CSI  

Eine Alternative zur Gewalt

In der Regel verbringen die Kinder in den Slums die Zeit nach der Schule auf der Straße. Dort sind sie weitgehend sich selbst überlassen. Schon von klein auf lernen sie die rohen und unbarmherzigen Gesetze der Straße kennen. Oft fehlt es den Kindern an den grundlegendsten Verhaltensregeln und Umgangsformen. Sie lernen früh, dass der Stärkste bestimmt und Gewalt dabei eine zentrale Rolle spielt.

“Mein zweites Heim” ist unter der Woche jeweils am Nachmittag geöffnet. Die Kinder dürfen während dieser Zeit unangemeldet vorbeikommen. In der Ludo- und Bibliothek finden sie nicht nur Spiel- und Bastelsachen. Für die älteren Kinder stehen ein Lern- und Hausaufgabenraum sowie Lernmaterial zur Verfügung. Darüber hinaus ist “Mein zweites Heim” ein Ort, an dem Kinder Anteilnahme, Aufmerksamkeit und Wertschätzung erleben. Christliche Werte, der respektvolle Umgang mit dem Nächsten und das Angebot, spielen zu können, nehmen dort eine bedeutende Rolle ein. “Ein echtes Kontrastprogramm zu dem, was auf der Straße passiert”, sagt Caleb Meza, ehemaliger Professor für Soziologie und Leiter von CSI-Peru.

Hoffnung für die Zukunft

Die Kinder werden durch Mütter betreut, die sich durch ein hohes Engagement auszeichnen. Sie werden von CSI-Peru zu „promotoras“ ausgebildet.

Mutter leitet zum Spielen an CSI  

Die Mütter geben den Kindern während ihrer Anwesenheit einen geschützten Rahmen und professionelle Anleitung. Die Ludo- und Bibliothek ist eine optimale Gelegenheit, den verwahrlosten Kindern von der Straße eine Alternative anzubieten.

Nicht nur die Kinder profitieren von der Ludo-und Bibliothek. Auch für die Mütter ist dieser Ort von großer Bedeutung. Als „promotoras“ arbeiten zu können, hilft ihnen, aus dem alltäglichen Teufelskreis der Armut und Selbstverachtung heraus zu kommen. Als Slumbewohner gerät man leider unweigerlich in diese verhängnisvolle Spirale. Ihr Blick wendet sich ganz bewusst dem Nächsten zu. In diesem Sinne schenken sie den Kindern während der Betreuungszeit ein kleines Stück Zuhause. Der professionelle Einsatz der Mütter bestärkt sie jedes Mal zur tätigen Nächstenliebe.

Flores erzählt ihre Geschichte CSI  

Beim Besuch der Ludo- und Bibliothek im April 2010 lernen CSI-Mitarbeiter auch die 18-jährige Flores kennen. Sie studiert in Lima Betriebswirtschaft und erzählt: „Ich war in der glücklichen Lage, die Schule besuchen zu dürfen. Als jüngste Tochter musste ich nicht, wie meine beiden älteren Geschwister, für den Lebensunterhalt der Familie aufkommen.“ In der Bibliothek konnte sie regelmäßig ihre Aufgaben erledigen und erhielt Unterstützung. Sie wünscht sich, dass für die Bibliothek vermehrt Bücher angeschafft werden, welche den Schulunterricht ergänzen. Beim Verabschieden bestätigt sie: „Die Zeit hier war für mich sehr wichtig und hat sicherlich dazu beigetragen, dass ich heute studieren kann.“ Sie selber gibt Nachhilfestunden und Aufgabenhilfe.

Der Werdegang von Flores ermutigt die Mitarbeiterinnen der Ludo- und Bibliothek und gibt ihnen die Bestätigung für ihr wertvolles Engagement. Ihre Entwicklung ist ein Vorbild für viele und macht deutlich, dass Hoffnung auf eine bessere Zukunft besteht.


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