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Die Tagelöhnerin Asia Bibi schmachtet nach zwei Jahren und acht Monaten noch immer in einem pakistanischen Gefängnis. Sie muss endlich freigelassen werden! |
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csi/ah. Asia Bibi lebte früher in Ittanwali, einem Dorf in der pakistanischen Provinz Punjab. Außer ihrer Familie gab es noch eine weitere christliche Familie; die übrigen 150 Haushalte waren muslimisch. Am 14. Juni 2009 kam es wegen einer Bagatelle zu einem Streit zwischen Asia Bibi und ihren Arbeitskolleginnen auf dem Feld. Diese beschuldigten sie anschließend, sich abfällig über den Propheten Mohammed geäußert und damit Blasphemie begangen zu haben. |
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Ungerecht verurteilt
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Die gegen Asia Bibi vorgelegten Beweise sind widersprüchlich. Vor Gericht sagte sie selbst: «Die zwei Zeuginnen machten gemeinsame Sache mit Qari Salim (dem Ankläger) und erreichten, dass ein falscher, erfundener Rechtsfall gegen mich konstruiert wurde.» Asia Bibi erklärte sich bereit, mit einem Eid auf die Bibel zu schwören, nie derartige beleidigende und schändliche Bemerkungen über den Propheten Mohammed gemacht zu haben. Der Kläger und die Zeuginnen behaupteten jedoch nach wie vor, Asia Bibi habe Blasphemie begangen. Im November 2010 wurde sie zum Tod verurteilt.
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Ein Teil von Asia Bibis Familie CSI |
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Hoffnungsträger Salman Taseer
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Als der damals einflussreichste pakistanische Gouverneur Salman Taseer versprach, den pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari um Asia Bibis Freilassung zu bitten, kam zum ersten Mal Hoffnung auf. Dies tat er dann auch, nachdem er sie 2010 im Gefängnis von Sheikhupura besucht hatte. Der Vorstoß kam bei der konservativen religiösen Rechten jedoch nicht gut an. Taseers Intervention, behaupteten sie, behindere den Strafprozess. Trotz einer niederträchtigen Kampagne gegen ihn blieb Taseer beharrlich bei seiner Meinung, dass Asia Bibi unschuldig sei und daher die Todesstrafe nicht verdiene. Taseer wurde am 4. Januar 2011 von einem seiner eigenen Leibwächter, Mumtaz Qadri, in Islamabad erschossen. |
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Anwalt der Minderheiten Shahbaz Bhatti |
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Pakistans Präsident Asif Ali Zardari beauftragte den verstorbenen Minister für Minderheiten, Shahbaz Bhatti, eine Kommission einzuberufen, um den Fall von Asia Bibi zu untersuchen. Am 25. November 2010 stellte Bhatti dem Präsidenten die Ergebnisse der Untersuchung vor: Asia Bibi ist unschuldig, die Blasphemie-Vorwürfe gegen sie sind böswillig erfunden.
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Weiterer Druck von Islamisten |
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Bereits im Dezember 2010 schrieb der muslimische Geistliche Maulana Yousef Qureshi ein Kopfgeld in der Höhe von 500 000 pakistanischen Rupien auf Asia Bibi aus. Ein hoher Betrag: Damit könnte man 14 Monate lang den Mietzins für eine Dreizimmerwohnung im Zentrum der Hauptstadt Islamabad bezahlen. Zur gleichen Zeit fingen islamistische Parteien in Pakistan an, Protestkundgebungen gegen eine Abschaffung oder Revision der Blasphemie-Gesetze zu veranstalten. Diese landesweiten Demonstrationen, die 2011 fortgesetzt wurden, führten im Januar 2011 zur Erklärung des pakistanischen Premierministers Yousef Raza Gilani, dass die Blasphemie-Gesetze nicht revidiert würden.
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Der vorliegende Text ist die überarbeitete Version eines Artikels unseres pakistanischen Mitarbeiters. Er bleibt aus Sicherheitsgründen anonym. |
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