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CSI-Mitarbeiter besuchten Ende November 2010 Angehörige von Opfern der Blasphemiewillkür und überbrachten Weihnachtsgeschenke. Sie waren bei den Verwandten von Rehmat Masih, einem seit sechs Monaten inhaftierten 85-jährigen Christen. Um an ein Stück Land zu kommen, das Rehmat gehört, behaupteten zwei muslimische Brüder, der alte Mann habe sich abfällig über den Propheten Mohammed geäußert.
CSI war auch bei der Familie des wegen Blasphemie einsitzenden 25-jährigen Imran Ghafoor aus Faisalabad. Der Händler und Ladeninhaber hatte eines Morgens Abfall verbrannt und anschließend nichts ahnend sein Geschäft verlassen. Als er zurückkam, war eine aufgebrachte Menschenmenge vor seinem Geschäft versammelt. Als sie ihn sahen, schlugen sie auf ihn ein, ein paar kräftige Männer schleppten den überraschten Mann zur Polizeiwache. Dort erfuhr Imran, dass sein muslimischer Nachbar Haji Liaqat behauptet hatte, im verbrannten Abfall habe sich ein Schriftstück mit Koranversen befunden. Nachdem Imran dafür eine 25-jährige Gefängnisstrafe kassierte, steht seine Familie vor dem Nichts. Auch Imrans fünf Geschwister müssen um ihr Leben fürchten.
Den Familien von Opfern der Blasphemiewillkür zu begegnen, Anteil zu nehmen und ihnen materielle Hilfe zu bringen, ist sehr wichtig. Wir wollen uns in Zukunft vermehrt für die Opfer religiöser Willkür in Pakistan einsetzen. Bereits im letzten Jahr sind wir beim zuständigen Minister für religiöse Minderheiten in Islamabad vorstellig geworden und haben unsere tiefe Sorge über die massiven Menschenrechtsverletzungen und den mangelnden Schutz für Angehörige von religiösen Minderheiten in Pakistan zum Ausdruck gebracht. |
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