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Geographische Angaben | Fläche | 923'768 km² 2 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²) | Einwohner | 129,9 Mio (Deutschland: 82,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 141 Einwohner/km² (Deutschland: 231) | Bruttosozialprodukt | 377 EUR 81 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR) | Religionsangehörigkeit | Christen | 49% |   Katholiken | 12% |   Protestanten | 26% |   andere Christen | 11% | Muslime | 45% | Sonstige | 6% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Teilweise schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission |
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Sieben Pfarrer tot,
40 Kirchen verbrannt
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Erneut 400 Tote in Zentral-Nigeria. Als sich im November 2008 in der Stadt Jos ein Wahlsieg der Christen abzeichnete, griffen die unterlegenen Muslime zur Gewalt.
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Pfarrer Joseph Yar und seine Witwe Mary: „Ich habe den Mördern vergeben.” CD
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ms. Am 27. November 2008 zeichnete sich bei Lokalwahlen in der Stadt Jos ein Sieg der “People’s Democratic Party” mit weitgehend christlicher Anhängerschaft ab. Noch bevor die Stimmen ausgezählt worden waren, kam es zu Gewaltausbrüchen muslimischer Anhänger der „All Nigeria People’s Party” gegen Christen, Kirchen und christliche Einrichtungen. Islamische Extremisten aus den Nachbarländern Niger und Tschad leisteten Schützenhilfe. Vom 27. bis 28. November 2008 forderten die Ausschreitungen rund 400 Menschenleben. Sieben Pastoren verschiedener Kirchen fanden den Tod, unter ihnen Pfarrer Joseph Yari von der “Evangelical Church of West Africa”. 40 Kirchen fielen den Flammen zum Opfer, darüber hinaus zahlreiche christliche Schulen und Geschäfte. Bei Racheaktionen brannten einige Christen ihrerseits Moscheen und andere muslimische Einrichtungen nieder.
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Immer mehr Scharia-Staaten
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Die Stadt liegt an der Schnittstelle zwischen dem islamisch geprägten Norden und dem vornehmlich christlichen Süden Nigerias. Sie wird etwa zur Hälfte von Christen und Muslimen bewohnt. Bereits am 7. September 2001 starben in Jos bei religiösen Unruhen ca. 1000 Menschen, mehrheitlich Christen. Damals war der Grund der Gewalt die Einführung des islamischen Rechtssystems (Scharia) gewesen. Seit dem Jahr 2000 ist es bereits in zwölf nordnigerianischen Bundesstaaten rechtlich bindend. Wie bei den jüngsten Attacken Ende November 2008 wurde auch damals aus Angst vor Racheakten so gut wie keiner der Schuldigen bestraft.
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Appell an Präsident Yar’adua
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Seit Mai 2007 ist Umaru Yar’adua Nigerias Präsident. Der Muslim reagiert auf Proteste auch westlicher Staaten. So verfügte er im September 2003 als damaliger Gouverneur des Bundesstaates Katsina die Freilassung der 30-jährigen Amina Lawal. Sie war anderthalb Jahre zuvor wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt worden. Appellieren Sie bei Präsident Yar’adua für eine vollständige Aufklärung der Massaker.
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Bei den von der jüngsten Gewaltwelle betroffenen Christen gibt es Beispiele von Versöhnungsbereitschaft, welche Hoffnung für die Zukunft des Landes schenken. So sagte Mary, die Witwe des getöteten Pfarrers Yari: „Ich habe den Mördern vergeben. Sie wussten nicht, was sie taten, denn sie kannten Jesus Christus nicht.” |
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Bitte verlangen Sie bei Präsident Yar’adua eine vollständige Aufklärung der Massaker in Jos und die Bestrafung der Schuldigen! |
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