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So muss auch Rosa für sich und ihre Söhne alleine aufkommen. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, putzt sie in der Stadt in verschiedenen Haushalten. Die Arbeitsaufträge sind sehr gering. Sie weiss nie, ob und wann sie wieder Geld verdient. Da sie nichts gelernt hat, gibt es für sie bloss das Putzen; viel lässt sich damit nicht verdienen. Es gab oft Zeiten, in denen sie und ihre Kinder hungern mussten. Besonders der jüngere Sohn hatte bereits erste Symptome von Unterernährung aufgewiesen, als die Ordensschwestern Rosa und die beiden Knaben kennenlernten. Jetzt weiss die junge Mutter, dass sie sich zu jeder Zeit an die Schwestern wenden darf. Eine enorme Hilfe für die drei ist der Mittagstisch, den die Schwestern speziell für die Kinder im Slum anbieten. Die Kinder erhalten so eine Mahlzeit pro Tag. Mit Essenspaketen und Kleidern helfen die Schwestern Rosa zusätzlich aus. Sie schauen außerdem regelmäßig bei ihr vorbei und reden mit ihr über ihre Situation. Solche Gespräche sind für sie eine große Hilfe und geben ihr wieder Hoffnung. Die Schwestern helfen Rosa auch dabei, Arbeitsaufträge zu bekommen.
Bei Erkrankungen schauen die Schwestern, dass die Mutter sowie ihre Kinder medizinische Hilfe erhalten. Die Kosten begleichen sie ebenfalls. Sie arrangierten auch, dass die Lungenentzündung von Danilo bei einem Arzt behandelt werden konnte. In Tipitapa, einem weiteren Slumgebiet nördlich von Managua, führen die Karmeliter-Schwestern ein Gesundheitszentrum; integriert ist eine Apotheke, bei der Medikamente abgegeben werden. Der Slumbevölkerung die nötigste medizinische Hilfe zu ermöglichen, ist das Ziel des Gesundheitszentrums.
Rosa ist sehr glücklich und auch dankbar darüber, dass Luis Fernando in den Kindergarten gehen kann. Es ist ihr großer Traum, dass ihre beiden Kinder eines Tages die Schule besuchen und später einen Beruf erlernen können. Alle Kinder können grundsätzlich die Schule besuchen, da sie vom Staat finanziert ist. Viele Slumbewohner können sich jedoch das Schulmaterial sowie die -uniform nicht leisten. Das ist oftmals der Grund, weshalb Kinder nicht in die Schule geschickt werden.
Damit das nicht so bleiben muss, kommen oft die Karmeliter-Schwestern für Schulmaterial und -uniform auf. Darüber hinaus bieten sie für Teenager-Mädchen Handarbeitsunterricht an. Wer Interesse zeigt, kann sich sogar als Schneiderin mit staatlich anerkanntem Zertifikat ausbilden lassen. |
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