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Nicaragua

Geographische Angaben

Fläche

120'254 km²
3,0 mal kleiner als Deutschland (357'023 km²)

Einwohner

5,2 Mio
16 mal weniger als in Deutschland (82,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

43 Einwohner/km²
5,3 mal kleiner als in Deutschland (231)

Bruttosozialprodukt

970 EUR
32 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR)

Religionsangehörigkeit

Christen

98%

     Katholiken

93%

     Protestanten

  5%

Sonstige

  2%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung der Diakonie

Nicaragua 

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Wirkungsvolle Hilfe

In den Slums von Managua herrscht große Armut. Betroffen sind vor allem Kinder und deren Mütter. Rosa, eine junge alleinerziehende Mutter, könnte ohne die Hilfe der Karmeliter-Schwestern in Zusammenarbeit mit CSI kaum überleben.

Rosa mit Danilo und Luis vor ihrem “Haus” CSI  

hz. Rosa Urbina lebt mit ihren beiden Kindern in einer Wellblechhütte im Elendsviertel von Managua. Die Kindheit der 23-jährigen Mutter war sehr schwierig. Weil ihr Vater starker Alkoholiker war und sich nicht um den Unterhalt der Familie kümmerte, musste sie schon früh Verantwortung übernehmen. Rosas Mutter schaute mit Gelegenheitsjobs dafür, dass die Familie mehr oder minder durchkam. Als ältestes der Kinder hatte Rosa die Aufgabe, sich um ihre zwei jüngeren Geschwister zu kümmern. Die Schule musste sie bereits mit neun Jahren abbrechen. “Ich war sehr traurig, nicht mehr länger die Schule besuchen und die Grundausbildung nicht abschließen zu können.” Das berichtet Rosa den Karmeliter-Schwestern, die sich in den Elendsviertel Managuas für Kinder und deren Mütter einsetzen.

Die Geschichte wiederholt sich

Danilos und Luis’ Schlafplatz CSI  

“Mit 17 lernte ich Luis Alberto Rodríguez kennen”, erzählt Rosa ihre Geschichte weiter. Wie viele Frauen in Santa Rosa, dem Slumgebiet von Managua, wird sie schon früh schwanger und gebar im Verlauf der nächsten Jahre ihre beiden Söhne Luis Fernando (4) und Danilo Daniel (2). Leider musste Rosa ein ähnliches Schicksal wie damals ihre Mutter erleben. Auch ihr Freund Luis begann zu trinken. Ohne Arbeit und Geld fühlte er sich unnütz und außerstande, für seine Familie zu sorgen.

Perspektivlosigkeit sowie Resignation machten sich breit. Er wurde zudem immer wieder sehr gewalttätig. Als Danilo zur Welt kam, ließ er Rosa und die beiden Kinder im Stich. Die Geschichte von Rosa steht für viele andere. Etliche Männer trinken und verlassen ihre Familien. Das Gesetz sieht zwar offiziell vor, dass Väter finanziell für ihre Kinder aufkommen müssten; ohne Verdienst kann der Staat sie jedoch nicht belangen. Da es für die Slumbewohner keine staatlichen Sozialhilfen gibt, bleiben demzufolge unzählige alleinerziehende Mütter ihrem Schicksal überlassen. Die Leidtragenden sind stets die Kinder.

Helfen mit Essenspaketen und Kleidern

So muss auch Rosa für sich und ihre Söhne alleine aufkommen. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, putzt sie in der Stadt in verschiedenen Haushalten. Die Arbeitsaufträge sind sehr gering. Sie weiss nie, ob und wann sie wieder Geld verdient. Da sie nichts gelernt hat, gibt es für sie bloss das Putzen; viel lässt sich damit nicht verdienen. Es gab oft Zeiten, in denen sie und ihre Kinder hungern mussten. Besonders der jüngere Sohn hatte bereits erste Symptome von Unterernährung aufgewiesen, als die Ordensschwestern Rosa und die beiden Knaben kennenlernten. Jetzt weiss die junge Mutter, dass sie sich zu jeder Zeit an die Schwestern wenden darf. Eine enorme Hilfe für die drei ist der Mittagstisch, den die Schwestern speziell für die Kinder im Slum anbieten. Die Kinder erhalten so eine Mahlzeit pro Tag. Mit Essenspaketen und Kleidern helfen die Schwestern Rosa zusätzlich aus. Sie schauen außerdem regelmäßig bei ihr vorbei und reden mit ihr über ihre Situation. Solche Gespräche sind für sie eine große Hilfe und geben ihr wieder Hoffnung. Die Schwestern helfen Rosa auch dabei, Arbeitsaufträge zu bekommen.

Bei Erkrankungen schauen die Schwestern, dass die Mutter sowie ihre Kinder medizinische Hilfe erhalten. Die Kosten begleichen sie ebenfalls. Sie arrangierten auch, dass die Lungenentzündung von Danilo bei einem Arzt behandelt werden konnte. In Tipitapa, einem weiteren Slumgebiet nördlich von Managua, führen die Karmeliter-Schwestern ein Gesundheitszentrum; integriert ist eine Apotheke, bei der Medikamente abgegeben werden. Der Slumbevölkerung die nötigste medizinische Hilfe zu ermöglichen, ist das Ziel des Gesundheitszentrums.

Rosa ist sehr glücklich und auch dankbar darüber, dass Luis Fernando in den Kindergarten gehen kann. Es ist ihr großer Traum, dass ihre beiden Kinder eines Tages die Schule besuchen und später einen Beruf erlernen können. Alle Kinder können grundsätzlich die Schule besuchen, da sie vom Staat finanziert ist. Viele Slumbewohner können sich jedoch das Schulmaterial sowie die -uniform nicht leisten. Das ist oftmals der Grund, weshalb Kinder nicht in die Schule geschickt werden.

Damit das nicht so bleiben muss, kommen oft die Karmeliter-Schwestern für Schulmaterial und -uniform auf. Darüber hinaus bieten sie für Teenager-Mädchen Handarbeitsunterricht an. Wer Interesse zeigt, kann sich sogar als Schneiderin mit staatlich anerkanntem Zertifikat ausbilden lassen.

Mittagstisch für die Kinder mit Schwester Antonietta CSI  


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