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Pastor Yousef Nadarkhani befindet sich seit Oktober 2009 im Gefängnis. Der Christ wurde im Iran zum Tod verurteilt, weil er vom "wahren Glauben" – dem Islam – abgefallen sei. Dieses Todesurteil löste enorme internationale Proteste namentlich der USA und der EU aus. Nun scheint der Iran die Strategie zu ändern. |
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Die iranische halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars verbreitete kürzlich die Nachricht, Yousef Nadarkhani sei wegen Vergewaltigung und Erpressung verurteilt worden. Dabei lautete die Anklage bisher auf Apostasie, das heißt auf Abkehr vom islamischen Glauben. Falls die Meldung stimmt, wäre das Abrücken vom Todesurteil wegen Apostasie auch dem internationalen Druck zu verdanken, den zahlreiche Organisationen (unter ihnen CSI) und Staaten auf die iranischen Behörden ausüben. Dieser Druck hat sich in den letzten Wochen noch intensiviert. |
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Seit Oktober 2009 im Gefängnis |
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Die iranischen Behörden übten starken Druck auf Nadarkhani aus, zum Islam zurückzukehren, und versuchten ihn einzuschüchtern: Seine Frau, Fatimeh Rasindedih, wurde im Juni 2010 ebenfalls vier Monate inhaftiert. Sein Anwalt, Mohammed Ali Dadkhah, wurde später (im Juli 2011) wegen Handlungen und Propaganda gegen das islamische Regime zu neun Jahren Haft verurteilt und erhielt ein 10-jähriges Berufsverbot. |
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Pastor Yousef Nadarkhani mit mit seinen beiden Buben pt |
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An den Galgen wegen Abfall vom Islam |
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Im September 2010 wurde der zweifache Familienvater Nadarkhani in seiner Heimatprovinz Gilan zum Tod verurteilt (schriftliche Eröffnung erst im November 2010). Nadarkhani wandte sich ans Oberste Gericht. Im Juni 2011 bestätigte dieses das Todesurteil, allerdings unter dem Vorbehalt, dass Nadarkhani zwischen 15 und 19 Jahren kein Muslim gewesen sei. Mit 15 wird man gemäß islamischem Gesetz volljährig, mit 19 konvertierte Nadarkhani zum Christentum. Überprüft werden sollte durch Befragung von Personen in seinem Umfeld, ob Nadarkhani als Volljähriger als Muslim gelebt hatte. Dafür wies das Oberste Gericht das Dossier an die Gerichtsbehörden in Gilan zurück. |
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Neue Anklage erfunden |
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Vor Gericht konnte der 34-jährige Nadarkhani Ende September 2011 beweisen, dass er nie überzeugter Muslim gewesen war. Dennoch besteht das Gericht auf seiner Konversion zum Islam für einen Freispruch. Schließlich habe er muslimische Vorfahren. Pastor Nadarkhani hält jedoch an seinem christlichen Glauben fest: "Gemäß Gottes Wort müssen wir erwarten, dass wir für ihn Schwierigkeiten und Verachtung erleiden müssen. Unser christliches Bekenntnis ist inakzeptabel, wenn wir diese Aussage ignorieren, wenn wir im Leiden nicht Gottes Geduld zeigen."
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Bisher schien alles ergebnislos. Falls die Anklage nun aber tatsächlich vom Vorwurf der Apostasie abweicht, ist dies ein Zeichen, dass selbst dem iranischen Regime die Reaktionen aus dem Ausland nicht völlig gleichgültig sind. |
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Gemeinsam für Freiheit |
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Wir rufen erneut zum Protest auf. Es darf nicht sein, dass Menschen wegen ihres Glaubens im Gefängnis sitzen. Pastor Nadarkhani ist seit Jahren unschuldig in Haft und muss zudem täglich um sein Leben fürchten. Wir verlangen, dass alle Anklagepunkte fallengelassen werden und Nadarkhani endlich freikommt. Bitte appellieren Sie mit uns an den iranischen Obersten Rechtsgelehrten Ayatollah Sayed Ali Khamenei! Sie können Ihre Solidarität zudem mit dem Beitritt zur Facebook-Gruppe zeigen, die Nadarkhanis Freilassung verlangt. Ihr gehören bereits über 11 000 Mitglieder an. |
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Verlangen Sie die Befreiung des unschuldigen Pastors Yousef Nadarkhani! |
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Externe Links |
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Kritische Fragen von Mohabat News (Englisch)
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