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Sudan / Südsudan 

«Dieses Gefährt macht vieles wieder gut»


Mittwoch, 27. Juni 2012

Bis heute erkranken im Südsudan zahlreiche Menschen an Kinderlähmung. CSI finanzierte einer Selbsthilfegruppe Maschinen und Werkzeuge. Diese stellt nun Rollstühle her, die den Polioopfern das Leben bedeutend erleichtern.

Dank CSI können sich Gelähmte fortbewegen CSI  

Asunta Adut (47) ist eine Kämpfernatur. Bereits als kleines Kind steckte sie sich mit der im Südsudan bis heute nicht ausgerotteten Kinderlähmung an. Sie kann sich nur auf dem Boden kriechend fortbewegen, da ihre beiden Beine gelähmt sind. Bei Überfällen arabischer Milizen aus dem Nordsudan wurden ihre zwei Brüder Majok und Majak getötet. Zudem verschleppten die Angreifer Asuntas Schwester Abuk – sie verdurstete auf dem Weg in die Sklaverei.

Asunta bleibt aktiv

Asunta Adut verdient mit ihrer Handarbeit   

Resignation war für Asunta nie ein Thema. Trotz ihrer Behinderung fand die resolute Frau einen Mann fürs Leben und konnte sogar Kinder aufziehen. Als der Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden 2005 beendet war, zügelte sie in die Provinzhauptstadt Aweil. Dort nimmt sie aktiv am Gemeindeleben der anglikanischen Kirche teil. Nach dem frühen Tod ihres Mannes Garang Deng schloss sie sich in Aweil einer Selbsthilfegruppe von Opfern der Kinderlähmung an. Sie und andere gelähmte Frauen verdienen sich mit dem Stricken von Tischdecken und der Herstellung von Untersetzern aus Plastikresten ihren Lebensunterhalt.

Rollstühle hergestellt im Südsudan

Asunta Adut mit CSI-Projekt­leiter Gunnar Wiebalck   

2009 wurde CSI auf Asunta Adut und die Selbsthilfegruppe aufmerksam. Um den Polioopfern zu helfen, schenkten wir ihnen eine Schweißmaschine und Ersatzteile. Damit stellen sie nun aus alten Fahrrädern Rollstühle her. Auf der letzten Reise im April 2012 erhielten zehn Polioopfer einen eigenen Rollstuhl. Endlich müssen sie nicht mehr kriechen. Dank einer Handkurbel können sie sich nun einfach fortbewegen.

Asunta Adut freut sich sehr über ihren Rollstuhl: «Dieses Gefährt macht vieles wieder gut, was ich in meinem bisherigen Leben erlitten habe.» Der Rollstuhl hat sogar einen Gepäckträger. Diesen belädt sie nun mit den selbstgemachten Tischdecken und Untersetzern.

So ist es für sie kein Problem mehr, ihre Waren auf den Markt zu bringen.

Autor: Gunnar Wiebalck


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