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Sudan

Geographische Angaben

Fläche

1'844'797 km²
5,2 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²)

Einwohner

32,8 Mio
2,5 mal weniger als in Deutschland (82,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

18 Einwohner/km²
13 mal kleiner als in Deutschland (231)

Bruttosozialprodukt

1'651 EUR
19 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  6.3%

     Katholiken

  3.4%

     Protestanten

  0.7%

     Orthodoxe

  0.3%

     Anglikaner

  1.7%

     andere Christen

  0.2%

Muslime

90.8%

Naturreligionen

  2.9%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Sudan 

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Wenn einen sogar die Ziegen verlassen


Montag, 23. Juli 2012

Majok Majok Dhal verbrachte lange Jahre im Norden. Jeden Tag hütete er die Ziegen seines Sklavenhalters. Einzig der Freitag brachte etwas Abwechslung: Er wurde gezwungen, zum Freitagsgebet in die Moschee mitzugehen. Aber wehe, die Ziegen verliefen sich … Heute ist Majok ein freier Mann.

Majok Majok Dhal konnte von CSI befreit werden   

Mein Name ist Majok Majok Dhal. Ich bin im Dorf Maria Adal aufgewachsen. Während der Trockenzeit, ich meine es war im Jahr 2004, drangen Reiter in unser Dorf ein und schossen wild um sich. Mein Zwillingsbruder und ich rannten in den Busch und versteckten uns. Ich musste mitansehen, wie meine Eltern gefangen genommen wurden. Danach verlor ich sie aus den Augen. Leider wurden auch mein Bruder und ich entdeckt. Sie fesselten uns auf Pferde und brachten uns in den Norden.

Zusammen mit meinem Bruder und zwei anderen Burschen kam ich zu Abaker Salah ins Dorf Gauther. Später wurde ich von den dreien getrennt, da sie an andere Sklavenhalter weitergegeben wurden.

Jeden Tag musste ich die Ziegen hüten. Ich hatte nie frei und durfte auch nie die Schule besuchen.

Nur der Freitag hat sich ein wenig vom Alltag unterschieden: Am Morgen musste ich mit in die Moschee gehen. Doch gleich danach ging der Alltag weiter und ich musste wieder Ziegen hüten.

Blaue Flecken und Schnittwunden

Majoks Sklavenhalter ließ seinen Zorn an ihm aus   

Einmal versuchte ich zu fliehen. Leider fanden sie mich wieder. Zur Strafe banden sie mir die Beine zusammen und schlugen mich auf Rücken und Kopf. Ich meinte, die Schläge würden nie mehr aufhören.

An einem Freitag nach dem Moschee-Besuch waren die Ziegen nicht mehr an dem Ort, wo sie sein sollten. Ich ging zurück ins Haus und erzählte es der Familie. Diese machte mich für den Verlust verantwortlich, worauf ich heftig geschlagen und ins Bein geschnitten wurde.

Endlich zurück in der Heimat

Schließlich kam Adam Moussa zu Abaker. Nach diesem Gespräch musste ich mit Adam Moussa mitgehen. Ich vermutete zuerst, er sei ein anderer Sklavenhalter. Aber dann erwies es sich als Glücksfall: Er nahm mich mit in den Süden, in meine Heimat!

Aufgezeichnet von CSI-Stiftungsrat Markus Weber


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