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Seit sich Agita mit einem Brief an William und Dana gewendet hat, wächst langsam wieder Hoffnung. Sie ist nicht mehr alleine mit ihren Nöten. William half ihr dabei, bestehende Schulden gezielt abzutragen. “Die Leute hier waren westliche Werbung nicht gewohnt. Dubiose Kreditinstitute nutzten die Unwissenheit der Menschen aus und versprachen ihnen Reichtum und Wohlstand. Also nahmen die Leute Konsumkredite auf, ohne sich über die Folgen im Klaren zu sein”, erklärt William. Er hat schon viele Menschen in der Schuldenfalle beraten, doch nicht immer sind die Leute dafür empfänglich. Agita setzte die Ratschläge von William konsequent um. Heute ist sie schuldenfrei.
Auch hat sie sich einer kleinen christlichen Gemeinde im Dorf angeschlossen. So findet die Familie wieder mehr Ruhe und Halt. Die Gemeinde besteht aus 19 Mitgliedern und trifft sich regelmäßig in der kleinen Küche von Agita.
Es braucht manchmal nicht viel, um das Leben von Menschen in Not zum Besseren zu wenden. Doch es braucht Leute, die Zeit, Geld und vor allem persönliche Hingabe an andere investieren. In unserer heutigen Zeit werden Menschen, die das Gleichnis vom barmherzigen Samariter in die Tat umsetzen, immer seltener. In den CSI-Projekten ist es uns sehr wichtig, dass Bedürftige neben ganz konkreter Hilfe auch menschliche Wärme und Nächstenliebe spüren dürfen. Immer wieder müssen wir sehen, wie Menschen durch notvolle Lebensumstände und lieblose, unbarmherzige Mitmenschen ihre Würde als Menschen verlieren.
Als wir gehen, fragt Dana Agita, ob sie für heute noch etwas zu essen im Haus habe. “Wir haben noch etwas Pasta da”, antwortet sie mit einem unsicheren Lächeln. Schnell springt William zum Auto und holt noch einige Würste und Brote. Die Augen der Kinder leuchten auf. Wir verabschieden uns und fahren weiter.
So geht es an diesem Tag weiter, von einer notvollen Situation zur nächsten. Irgendwann frage ich Dana und William, wie sie all das Leid verarbeiten, das sie täglich sehen. “Heute Abend, wenn wir zuhause sind, kommen die Gefühle hoch. Dann verarbeiten wir es. Aber das hier ist unsere Aufgabe, oder besser: unsere Berufung. Die Menschen brauchen diese Hilfe dringend. Wir können sie nicht einfach im Stich lassen…” |
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