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Lettland

Geographische Angaben

Fläche

64'589 km²
5,5 mal kleiner als Deutschland (357'023 km²)

Einwohner

2,4 Mio
34 mal weniger als in Deutschland (82,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

37 Einwohner/km²
6 mal kleiner als in Deutschland (231)

Bruttosozialprodukt

4'199 EUR
7 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR)

Religionsangehörigkeit

Christen

89%

     Katholiken

24%

     Protestanten

55%

     Orthodoxe

10%

Sonstige

11%

Lettland 

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Mit Nächstenliebe der Not begegnen

Die von CSI unterstützte “Mission Pakapieni” steht bedürftigen Großfamilien in Lettland bei. Mit viel Liebe und Anteilnahme wenden sich Dana und William Shultz notleidenden Eltern und Kindern zu, um die sich sonst niemand kümmert.

Agita mit ihren Kindern: Freude über Brot und Wurst CSI  

bd. “Die nächste Familie sind die Sternbergas”, sagt Dana, während William das Auto der Mission Pakapieni über die Landstraße steuert. “Die Mutter Agita (37) hat sieben Kinder. Der Vater war Alkoholiker. Als er begann, zwei seiner Töchter sexuell zu missbrauchen, warf seine Frau ihn aus dem Haus.” William ergänzt: “Dass sie den Mut und die Kraft aufgebracht hat, die Familie vor ihm zu schützen, ist fast ein Wunder.”

“Dana, hast du die Schmerztabletten für die Familie dabei?”, fragt William. Er stöhnt entsetzt auf, als sie verneint. Dana murmelt: “Wir hatten nicht mehr so viele. Es gibt da noch eine andere Familie, die die Tabletten nötiger braucht.” “Hat es in der Familie Sternberga ein besonderes Leiden, dass sie Schmerzmittel benötigt?”, frage ich nach. William erklärt es mir: “In dieser abgelegenen Gegend kommt nur einmal pro Woche ein Bus vorbei. Wer hier krank wird und zu einem Arzt muss, hat deshalb gewaltige Probleme. Die Schmerzmittel sind zumindest etwas, was die Leute dann nehmen können. Außerdem senken sie das Fieber. Wichtig bei Kindern”, setzt er noch knapp hinzu.

Dana und William stehen Menschen bei, um die sich sonst niemand kümmert. Ihre Arbeit ist praktizierte christliche Nächstenliebe, die in einem Land wie Lettland viel zu selten vorkommt. Unter der sowjetischen Besatzungszeit waren nichtstaatliche soziale Aktivitäten zum Erliegen gekommen. Mit der kommunistischen Ideologie wurde den Letten Nächstenliebe über mehrere Generationen hinweg regelrecht abgewöhnt. Auch nichtstaatliche Organisationen, allen voran die Kirchen, wurden nach und nach eliminiert. So trifft man heute in Lettland nur selten Menschen wie William und Dana.

Armselige Häuser

Lauris und Aivis bringen den Gefrierschrank ins Haus CSI  

Inzwischen sind wir in der Siedlung angekommen, wo Agita Sternberga und ihre Kinder leben. Wir sehen einige russische Wohnsilos mit den schäbigen Wohnungen und typische lettische Holzhäuser, meist ebenfalls in erbärmlichem Zustand.

Wir kommen am Haus von Agita an und werden freudig begrüßt. Die beiden Söhne Lauris (19) und Aivis (17) helfen sofort, den Gefrierschrank ins Haus zu tragen, den William heute Morgen ins Auto geladen hatte.

Lauris macht eine Ausbildung zum Bauhandwerker, Aivis zum Koch. Beide sind es gewohnt anzupacken und helfen ihrer Mutter im Haus, wo immer sie können. Leider sind sie nur in den Ferien zuhause. Die Mädchen im Alter zwischen 6 und 15 Jahren sind scheuer. Aus ihrer gebeugten Körperhaltung spricht die schwere Last, die sie mit sich tragen.

Wir betreten das dunkle Haus. In der kleinen Küche steht auch das Bett von Agita. Für die sieben Kinder gibt es zwei Zimmer. Das Haus ist in schlechtem Zustand, doch zumindest ist das Dach dicht. Für Instandsetzungen fehlt das Geld. Agita erhält für die Kinder ein kleines Kindergeld und versucht, mit Gelegenheitsarbeit etwas zu verdienen. Doch es ist nicht einfach, in dieser abgelegenen Gegend bezahlte Arbeit zu finden. Mit ihrem spärlichen Einkommen könnte sie ohne die zusätzliche Hilfe kaum überleben.

Hoffnung statt Ausweglosigkeit

Seit sich Agita mit einem Brief an William und Dana gewendet hat, wächst langsam wieder Hoffnung. Sie ist nicht mehr alleine mit ihren Nöten. William half ihr dabei, bestehende Schulden gezielt abzutragen. “Die Leute hier waren westliche Werbung nicht gewohnt. Dubiose Kreditinstitute nutzten die Unwissenheit der Menschen aus und versprachen ihnen Reichtum und Wohlstand. Also nahmen die Leute Konsumkredite auf, ohne sich über die Folgen im Klaren zu sein”, erklärt William. Er hat schon viele Menschen in der Schuldenfalle beraten, doch nicht immer sind die Leute dafür empfänglich. Agita setzte die Ratschläge von William konsequent um. Heute ist sie schuldenfrei.

Auch hat sie sich einer kleinen christlichen Gemeinde im Dorf angeschlossen. So findet die Familie wieder mehr Ruhe und Halt. Die Gemeinde besteht aus 19 Mitgliedern und trifft sich regelmäßig in der kleinen Küche von Agita.

Es braucht manchmal nicht viel, um das Leben von Menschen in Not zum Besseren zu wenden. Doch es braucht Leute, die Zeit, Geld und vor allem persönliche Hingabe an andere investieren. In unserer heutigen Zeit werden Menschen, die das Gleichnis vom barmherzigen Samariter in die Tat umsetzen, immer seltener. In den CSI-Projekten ist es uns sehr wichtig, dass Bedürftige neben ganz konkreter Hilfe auch menschliche Wärme und Nächstenliebe spüren dürfen. Immer wieder müssen wir sehen, wie Menschen durch notvolle Lebensumstände und lieblose, unbarmherzige Mitmenschen ihre Würde als Menschen verlieren.

Als wir gehen, fragt Dana Agita, ob sie für heute noch etwas zu essen im Haus habe. “Wir haben noch etwas Pasta da”, antwortet sie mit einem unsicheren Lächeln. Schnell springt William zum Auto und holt noch einige Würste und Brote. Die Augen der Kinder leuchten auf. Wir verabschieden uns und fahren weiter.

So geht es an diesem Tag weiter, von einer notvollen Situation zur nächsten. Irgendwann frage ich Dana und William, wie sie all das Leid verarbeiten, das sie täglich sehen. “Heute Abend, wenn wir zuhause sind, kommen die Gefühle hoch. Dann verarbeiten wir es. Aber das hier ist unsere Aufgabe, oder besser: unsere Berufung. Die Menschen brauchen diese Hilfe dringend. Wir können sie nicht einfach im Stich lassen…”


In Lettland leben viele Großfamilien unverschuldet in bitterer Armut. So auch die Familie von Agita Sternberga. Ihnen fehlt es an Nahrung, Kleidung und geeignetem Wohnraum.

Die ständig nagende Sorge, ob es für das Nötigste reicht, und die soziale Ausgrenzung rauben die Lebenskräfte. Gefangen in diesem Teufelskreis aus Not und Selbstaufgabe, ist die Familie auf Menschen angewiesen, die ihnen mit offenherziger Zuwendung Mut machen und mit materieller Hilfe wieder auf die Beine helfen.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit von CSI, damit bedürftige und notleidende Menschen Hilfe erfahren.


 

Familien in bitterer Armut Hoffnung schenken:

EUR 

35,–

Nahrungsmittel für eine achtköpfige Familie eine Woche lang

EUR 

75,–

Kleider und Schuhe für ein Kind

EUR 

130,–

Heizmateial für drei Monate

EUR  ,–   freier Betrag

Online oder mit Zahlschein / direkter Banküberweisung




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