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Die sechsköpfige Familie lebt in einem einzigen Raum. Hoffnungslosigkeit ist der tägliche Gegner der Mutter. Doch sie kämpft tapfer um das Überleben ihrer Familie. |
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iw. Arlita Meisnere ist 29 Jahre alt und hat bereits fünf Kinder. Das jüngste ist erst sechs Monate. Während der letzten Schwangerschaft starb Arlita Meisneres Ehemann. Ihre Witwenrente reicht nicht einmal für eine Mahlzeit pro Tag. Der tägliche Kampf ums Überleben bringt sie oft an den Rand des Zusammenbruchs. |
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Verlierer der EU-Reformen |
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Lettland hat zwar seit dem EU-Beitritt 2004 einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. Doch leider gehören die Großfamilien in ländlichen Gebieten zu den großen Verlierern. «Das Sozialdenken ist in Lettland noch sehr wenig verankert», bedauern Bill und Dana Schultz, unsere Partner in Lettland. Solidaritätsdenken und Selbstverantwortung kamen den Bürgern während des Kommunismus abhanden. Viele Großfamilien fallen durch die Maschen des Sozialnetzes. Sie sind auf sich selbst gestellt und leben oft weit unter der Armutsgrenze in für uns unvorstellbaren Verhältnissen. |
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Treue Begleiter im Alltag |
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Bill und Dana Schultz begleiten Arlita Meisnere und ihre Kinder schon seit einigen Jahren. Mit Kleidern, Nahrungsmitteln und einer Waschmaschine konnten sie die Not der Familie lindern. Was aber noch viel mehr zählt, ist der regelmäßige Kontakt, den das Ehepaar mit der Großfamilie pflegt. Die aufmunternden Worte, praktische Hilfe in Budgetfragen und bei Problemen mit den Behörden bedeuten Arlita Meisnere sehr viel: «Allein das Wissen, dass jemand meine Last und meine Sorgen mitträgt, gibt mir enorm viel Kraft und Mut. Oft bin ich am Boden zerstört, weiss nicht wie weiter. Doch genau dann leisten die zwei mir unersetzlich wertvolle seelische wie auch praktische Hilfe.» |
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Von der Mutter verlassen |
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Als Arlita Meisnere sieben Jahre alt war, verließ ihre Mutter die Familie auf Nimmerwiedersehen. «Ich litt enorm unter dem Verlassenwerden», erinnert sie sich. «Das ist vielleicht auch der Grund, weshalb ich bereits mit 16 Jahren meine eigene Familie gründete.» Doch dies bewahrte sie nicht davor, die harte Wirklichkeit des Alltags am eigenen Leib zu erleben. Bedingt durch ihren alkoholsüchtigen Mann und die hoffnungslose Lebenssituation fiel die dreifache Mutter während ihrer vierten Schwangerschaft in eine tiefe Depression. |
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«Die Liebe rettete mich» |
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Sie verbrachte nach einem Suizidversuch einige Monate in einer psychiatrischen Klinik. Ihre Kinder wurden auf Pflegefamilien verteilt. Nach ihrer Heimkehr durften auch die Kinder wieder nach Hause zurückkommen. Das war nach diesem Vorfall alles andere als selbstverständlich. «Dass wir nun alle wieder zusammen waren, hat mich zutiefst berührt. Die Trennung von meiner Familie hat mir das Herz gebrochen. |
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Von da an habe ich mich entschieden, für meine Kinder so gut wie nur möglich zu sorgen», erzählt Arlita Meisnere dankbar. «Und das ist hauptsächlich dank der treuen und praktischen Unterstützung von Bill und Dana möglich.» |
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Ein neues Zuhause |
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Der Staat bot der Familie eine 2-Zimmer-Wohnung an. Doch diese ist in einem so schlechten Zustand, dass sie vorgängig saniert werden muss. Bill und Dana Schultz versuchen nun Geld zusammenzubringen, um die notwendigsten Reparaturen an der Wohnung zu ermöglichen. «Wir hätten dann zwei Zimmer. Von diesem Luxus träume ich schon lange», sagt Arlita Meisnere zaghaft. Bitte helfen Sie mit, dass die verwitwete Mutter mit ihren Kindern bald in die Wohnung einziehen kann. |
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