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Lettland

Geographische Angaben

Fläche

64'589 km²
5,5 mal kleiner als Deutschland (357'023 km²)

Einwohner

2,4 Mio
34 mal weniger als in Deutschland (82,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

37 Einwohner/km²
6 mal kleiner als in Deutschland (231)

Bruttosozialprodukt

4'199 EUR
7 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR)

Religionsangehörigkeit

Christen

89%

     Katholiken

24%

     Protestanten

55%

     Orthodoxe

10%

Sonstige

11%

Lettland 

Land-Info 

In widrigen Umständen die Hoffnung nicht aufgegeben


Freitag, 29. Juni 2012

Abgelegener Wohnort, viele Kinder, fehlende Erwerbsmöglichkeiten – Armut prägt den Alltag von Familie Utkins. Mit bescheidener, aber gezielter Hilfe hat sich ihr Leben jedoch deutlich verbessert.

Während Schwangerschaft Zähne verloren CSI  

«Labdien», guten Tag! Frau Malevica öffnet die Tür und bittet uns herein. Sie lächelt freundlich – mit geschlossenem Mund. Als sie ihn doch kurz öffnet, sehen wir sofort, was sie verbergen möchte.

Kinder kommen, Zähne gehen

Agita Malevica ist es so gegangen wie vielen andern Lettinnen auch: Während der Schwangerschaft hat sie einen Zahn nach dem andern verloren. Diese Zahnausfälle wirken sich im Leben stark aus: Sie erschweren das Essen, beeinflussen manchmal das Sprechen negativ und verhindern oft sogar ein Lächeln, weil sich die Frauen schämen und sich hässlich fühlen. CSI hilft ihnen und übernimmt wenn möglich die Zahnarztkosten. So erhalten die Frauen ein ganz neues Selbstbewusstsein.

Agita Malevica hat schon acht Schwangerschaften hinter sich. Zusammen mit ihren eigenen Kindern zieht sie ihre beiden Enkel auf. Ihre älteste Tochter hat die beiden Kinder bei den Großeltern zurückgelassen, als sie Lettland Richtung Irland verließ. Leider geht es vielen jungen Leuten so wie ihr: Sie sehen in Lettland keine Perspektive mehr.

Arbeit finden ist unmöglich

In der ärmlichen «Küche» wird für zehn Personen gekocht CSI  

Agita Malevica ist mit den vielen Kindern nicht alleine. Wir sind überrascht, wie stark ihr Partner Juris Utkins Anteil nimmt und sich um die Kinder kümmert. Oft sind junge Mütter auf sich allein gestellt. Sie erhalten vom Mann eher Schläge als Unterstützung und müssen mit­ansehen, wie er das wenige Geld vertrinkt. Viele Frauen flüchten deshalb vor ihren gewalttätigen, alkoholabhängigen Männern.

Juris Utkins trinkt nicht. Er möchte arbeiten. Arbeit finden ist aber schwierig: Im Dorf Irlava, wo die Familie wohnt, gibt es keine Arbeit und die nächstgrößere Stadt Tukums ist 20 Kilometer entfernt. Ein Auto, ein Moped oder auch nur ein Fahrrad besitzt Juris Utkins nicht. Der öffentliche Verkehr ist auf dem Land praktisch inexistent, während in der lettischen Hauptstadt Riga unzählige Züge, Trams und Busse verkehren. In Irlava fährt zwar hin und wieder ein Bus.

Der erste Bus erreicht Tukums aber erst um 9 Uhr – für viele Arbeitgeber zu spät. Dennoch hat Juris die Hoffnung nicht aufgegeben und bewirbt sich jetzt für die Teilnahme an einem staatlichen Ausbildungsprogramm.

Agita ist nicht alleingelassen: Juris hilft mit CSI  

Ein renoviertes Zuhause

Auch wenn er im Moment keine Stelle hat, bleibt Juris nicht untätig. Stolz zeigt er uns, was er dank Spenden an seiner Baracke instand setzen konnte. Ein Teil der Außenwände ist bereits sauber gemauert. Zudem wurde ein neues Fenster eingesetzt. Das mache enorm viel aus, gerade was den Holzbedarf für die Heizung betreffe, erzählt Juris Utkins. Er ist motiviert, auch den Rest der einfachen Behausung noch zu renovieren: die bröckelnden Mauern zu ersetzen, das einstürzende Dach zu flicken, die weiteren undichten und morschen Fenster auszutauschen. Hoffentlich klappt es vor dem nächsten Winter!

Autor: Adrian Hartmann


 

Familien in bitterer Armut Hoffnung schenken.

EUR 

30,–

Lebensmittelpaket für eine Familie

EUR 

55,–

Kostenbeitrag für ein neues Dach

EUR 

75,–

Ein neues Kajütenbewtt für die Kinder

EUR 

150,–

Ein neues Fenster schützt vor Wind und Kälte

EUR 

200,–

Neuer Holzboden für ein Zimmer

EUR  ,–   freier Betrag

Online oder mit Zahlschein / direkter Banküberweisung




Reise nach Lettland


Projektleiterin Inés Wertgen und Chefredaktor Adrian Hartmann besuchten im April die lettische CSI-Partnerorganisation Pakāpieni und deren Leiterehepaar Dana und Viljams Šulci (Dana und Bill Schultz).

Bei vielen Besuchen konnten sie sich davon überzeugen, dass die CSI-Spendengelder gewissenhaft eingesetzt werden und mit kleinen Beträgen viel erreicht werden kann.


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