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Kuba

Geographische Angaben

Fläche

110'860 km²
3,2 mal kleiner als Deutschland (357'023 km²)

Einwohner

11,2 Mio
7 mal weniger als in Deutschland (82,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

101 Einwohner/km²
2,3 mal kleiner als in Deutschland (231)

Bruttosozialprodukt

3'869 EUR
8 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR)

Religionsangehörigkeit

Christen

43%

     Katholiken

39.6%

     Protestanten

  3.4%

Sonstige

  2%

Keine

55%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Teilweise schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Kuba 

Land-Info 

Frauen verprügelt


Donnerstag, 27. Oktober 2011

Frauen in Weiss demonstrieren friedlich für die Freilassung von Gewissensgefangenen und fordern Menschenrechte und Demokratie. Das Regime antwortet mit brachialer Gewalt.

ms. 14. August 2011. Frauen versammeln sich zum Gebet in der Kathedrale der Großstadt Santiago. Sie sind weiß gekleidet. Mit Blumen in der Hand begeben sie sich nach dem Gebet auf die Straße und protestieren: für die Freilassung aller Gewissensgefangenen, für Demokratie und für Menschenrechte.

Frauen in Weiss

Die mutigen Frauen sind die Ehefrauen, Mütter, Schwestern und Töchter jetziger oder ehemaliger Gewissensgefangener. Sie nennen sich «Frauen in Weiss». Für ihren Mut erhielten sie 2005 den Sacharow-Preis für geistige Freiheit der EU. 2011 folgte der Preis für Menschenrechtsverteidiger des US-Aussenministeriums. Ihr entschlossenes Auftreten trug Früchte: Die 78 Menschenrechtler, die im März 2003 bei einer Großrazzia festgenommen wurden, kamen im Lauf der letzten Jahre alle frei.

 
Das ist wesentlich den Frauen in Weiss und deren Protesten zu verdanken. Sie brachten die Fälle an die Öffentlichkeit.

Schläge statt Freilassung

Im April 2010 hatte sich die Situation für die Frauen in Weiss verbessert. Damals konnte Kardinal Jaime Ortega, Kubas führender Katholik, durch Gespräche mit der Regierung weitere Übergriffe verhindern. Exakt ein Jahr später kehrten die Behörden jedoch zu den altbekannten Einsätzen von Schlägertruppen zurück.

Das marxistische Regime antwortete am eingangs genannten 14. August 2011 mit Gewalt auf die friedliche Kundgebung: Es rekrutierte Zivilistinnen. Diese schlugen mehrere Frauen in Weiss krankenhausreif. Andere schleppten sie ins Polizeirevier, wo sie Hunde auf die friedlichen Demonstrantinnen hetzten. Weitere Frauen in Weiss wurden festgenommen und in Randgebieten von Santiago ausgesetzt.

Laura Pollan, die Leiterin der Frauen in Weiss, ist am Freitag, 14. Oktober 2011, im Alter von nur 63 Jahren verstorben. Sie starb an einer Atemwegerkrankung, sagte - gemäß der Nachrichtenagentur dapd - ihre Tochter Laura Labrada.

CSI bedauert den Tod der mutigen Menschenrechtsaktivistin. Gleichzeitig hoffen wir, dass viele Frauen in ihre Fußstapfen treten und ebenso mutig die Freilassung von Gewissengefangenen und Menschenrechte fordern.


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