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"Sie sind mächtige Männer und Frauen. Bitte finden Sie einen Weg zu helfen." Der blinde junge Ker, den CSI 2010 befreit hatte, rief am 4. Oktober 2011 Mitglieder des US-Parlaments dazu auf, die mehreren zehntausend Sklaven zu befreien, die bis heute im Norden ein trauriges Dasein fristen. |
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Ker: soeben befreit CSI |
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Alles begann am 19. Mai 2010. Der damals 12-jährige Ker Aleu Deng saß inmitten von 160 anderen ehemaligen Sklav(inn)en, die CSI befreit hatte. Bereitwillig erzählte er seine Geschichte: Wie er geschlagen wurde, beschnitten, zwangsislamisiert. Und weshalb er blind ist: Sein Besitzer hatte ihn kopfüber aufgehängt und ihm Pfeffer in die Augen gerieben. |
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Neue Hornhaut öffnet Auge |
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Mittlerweile hat sich für Ker vieles verändert. Im Januar 2011 lernte Ellen Ratner ihn kennen, eine einflussreiche US-Journalistin, die schon oft mit CSI in den Sudan reiste. Sie war von Kers Geschichte so beeindruckt, dass sie ihm den Besuch einer Blindenschule im Ausland ermöglichen wollte. Nach den Hürden Reisepass und Einreisevisum kam Ker Mitte August 2011 in den USA an, begleitet vom CSI-Arzt Dr. Luka Deng, der ihn seit dem 19. Mai 2010 betreut hatte.
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Dr. Luka Deng, Ker, CSI-Mitarbeiter Gunnar Wiebalck CSI |
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Am 26. August 2011 transplantierte ihm eine amerikanische Augenspezialistin eine Hornhaut. Erfolgreich: Ker kann bereits Farben unterscheiden und Umrisse erkennen. Die Ärzte erwarten, dass sich seine Sehkraft in den folgenden Monaten weiter verbessert. Das andere Auge ist leider nicht mehr zu retten. Ker besucht nun eine Blindenschule, wo er Englisch sowie die Blindenschrift lernt und Musikunterricht erhält.
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Pressekonferenz vor dem Auftritt im Kongress CSI |
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"Eine lange Zeit schlief ich mit Kühen und Ziegen", erzählte Ker vor den Parlamentariern. "Wie sie war ich Besitz. Aber die Tiere wurden nicht jeden Tag geschlagen. Ich schon." Ker bat das amerikanische Volk und die amerikanische Regierung eindringlich, Wege zu finden, seine Mutter und weitere Südsudanesen, die bis heute im Norden festgehalten werden, zu befreien: "Sie sind mächtige Männer und Frauen. Bitte finden Sie einen Weg zu helfen."
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Zehntausende versklavt – 412 befreit |
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Auch Ellen Ratner rief zum Handeln auf. "Wenn ich in die beschädigten Augen des jungen Ker schaue, sehe ich das unaussprechliche Leiden, das er ertragen musste – und seine Mutter sowie Zehntausende weitere Sklaven immer noch ertragen müssen." Nach offiziellen Angaben sind immer noch 35 000 Südsudanesen im Norden versklavt.
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September 2011: 412 Sklaven befreit CSI |
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412 Sklaven konnte CSI Ende September befreien. CSI-Mitarbeiter Dr. John Eibner rief die US-Regierung dazu auf, die Abschaffung der Sklaverei im Sudan prioritär zu behandeln: "Die Sklaverei im Sudan ist Zeichen eines versteckten Rassismus und religiösen Fanatismus, der – wenn er nicht offen angesprochen wird – den Frieden zwischen Nord und Süd außer Kontrolle bringen und sogar noch mehr Gewalt und Tod in die aufgewühlte Region bringen könnte." |
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Vor dem Kongressausschuss zeigte CSI auch ein Video von Dr. John Garang 1999 in Genf. Er wurde 2005 der Erste Vizepräsident des Sudans und Präsident der autonomen Region Südsudan. Bereits er forderte eine internationale Kampagne und eine sudanesische Konferenz zur Abschaffung der Sklaverei im Sudan. Das Video wurde anlässlich einer Pressekonferenz der Menschenrechtskommission aufgezeichnet. |
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CSI-Links |
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Externe Links |
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CSI-USA (Englisch)
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| Print-Version |
![]() | Sudan Kranksein im afrikanischen Busch | ![]() | Das Gesundheitswesen im Südsudan liegt vier Jahre nach Friedensschluss immer noch im Argen. Die CSI-Klinik von Dr. Luka Deng schenkt jedoch Hoffnung. |
![]() | Sudan Video-Bericht von der neusten Sklavenbefreiung | ![]() | Gunnar Wiebalck berichtet vor Ort über die CSI-Befreiungs-Aktion |
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