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Iran

Geographische Angaben

Fläche

1'648'000 km²
4 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²)

Einwohner

64,5 Mio
(Deutschland: 82,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

39 Einwohner/km²
5 mal kleiner als in Deutschland (231)

Bruttosozialprodukt

2'184 EUR
14 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  0.5%

Muslime

99%

Sonstige

  0.5%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Iran 

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Apostaten müssen um ihr Leben fürchten

Apostasie wird im Iran mit dem Tod geahndet. Die Justiz hat die beiden inhaftierten Pastoren Behrouz Sadegh Khanjani und Yousef Nadarkhani für schuldig befunden und über beide die Todesstrafe ausgesprochen.

Behrouz Sadegh Khanjani   

hz. Am 16. November 2010 wurde gegen Pastor Behrouz Sadegh Khanjani ein Todesurteil ausgesprochen. Er wurde wegen Glaubensabfalls angeklagt und in einem Gefängnis in der Stadt Shiraz inhaftiert. Seine Schwester Shirin Khanjani erklärte in einem Interview mit der exiliranischen Menschenrechtsorganisation “Human Rights House of Iran” (RAHANA), dass ihr Bruder von Behörden des iranischen Sicherheitsdienstes gefoltert und sehr schlecht behandelt wurde. Der Pastor ist seit dem 11. Januar 2010 in Untersuchungshaft. Ihm wird kein Kontakt zur Außenwelt gestattet. Khanjani stand außerdem in engem Kontakt mit dem ebenfalls zum Tode verurteilten Pastor Yousef Nadarkhani, der Ende letzten Jahres in der Stadt Rasht verhaftet wurde. Er habe öffentlich über seinen christlichen Glauben gesprochen und gegen Anordnungen der Regierungen protestiert. Als Apostat droht ihm ebenso die Todesstrafe.

Religionswächter bei Gottesdiensten

Yousef Nadarkhani   

Für Christen, die offen zu ihrem Glauben stehen, ist die Situation im Iran sehr problematisch. Sie erleben massive Verfolgung und Diskriminierung und werden in allen Belangen des öffentlichen Lebens unerbittlich ausgegrenzt. Der christlichen Bevölkerung, die auf 0,5 Prozent geschätzt wird, ist es strengstens untersagt, über ihren Glauben öffentlich zu sprechen und ihn zu praktizieren.

Darüber hinaus ist der christlichen Bevölkerung der Zugang zu öffentlichen Ämtern verwehrt. Wenn bekannt wird, dass sie Christen sind, verlieren sie in der Regel ihren Arbeitsplatz. Religionswächter bespitzeln konsequent die Gottesdienste. Gefahndet wird hauptsächlich nach Apostaten. Denn die iranische Rechtsordnung sieht für einen Muslim, der von seinem Glauben abfällt, die Todesstrafe vor. Apostaten müssen sich folglich im Verborgenen in Hausgemeinden treffen und gehen ein extrem hohes Risiko ein. Die Christen des Irans bestätigen, dass die Verschlechterung der Religionsfreiheit bereits 2004 mit dem Sieg konservativer Parteien begann. Im Juni 2005 folgte auf die Wahl Mahmud Ahmadinedschads zum Präsidenten eine neue Welle der Christenverfolgung. Seine umstrittene Wiederwahl im Juni 2009 löste landesweite Proteste aus. Die brutalen Reaktionen des Staates auf die zahlreichen Demonstrationen der Demokratiebewegung trafen auch die Christen äusserst hart. So sind im Zuge dieser Repression seit Januar 2010 gegen 30 Personen aufgrund ihres neuen Glaubens verhaftet worden. Viele wurden willkürlich und ohne ordentliches Verfahren verhaftet, ohne dass die Angehörigen wissen, wo sie sich befinden. Tausende andere leben in Angst.

Verlangen Sie die Freilassung der Pastoren Behrouz Sadegh Khanjani und Yousef Nadarkhani!

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