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Inmitten von Leid und Tod halten Christen im Irak am Geheimnis des Lebens fest. Es ist die Liebe. CSI verteilte 870 Wintermäntel an die Verfolgten. |
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gw. “Unser Kerosinofen gehört eigentlich ins Museum”, sagt Siham, die ganz in Schwarz gekleidete Lehrerin. Ihr Gesicht hellt sich einen Augenblick lang auf, da alle in der Runde über die Bemerkung lachen müssen. Wir halten unsere kalten Hände in die Nähe des kleinen verrussten Metallzylinders. Hier im Nordirak fallen die Temperaturen im Winter auf Werte unter Null, und vielen vertriebenen Christen fehlt oft das Notwendigste, um sich genügend wärmen zu können.
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Ein Kuss, der wehtut |
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Siham erteilt Sonntagsschule und leitet den Kirchenchor ihrer Gemeinde. Als wir ihre Geschichte hören, wird uns klar, warum sie Trauerkleidung trägt: “Mein Mann Naffa wurde am 28. August 2008 in Mosul umgebracht. Die Blumen auf seinem Grab waren noch nicht verwelkt, da kam mein Sohn Rayan an die Reihe”. Die Geschwister des Ermordeten mussten seinen Sarg tragen, denn niemand aus der Nachbarschaft wagte es, sich an der Beerdigung mit der betroffenen Familie zu zeigen. Sihams Enkelkind Said ist seit dem Tod des Vaters traumatisiert. “Said wacht nachts auf und weint. Auf der Straße umarmt und küsst er wildfremde Männer, sogar Polizisten, da er hofft, dass sie ihm den Vater zurückbringen.” Jetzt küsst der kleine Junge auch mich auf die Wange. Es ist ein Kuss, der wehtut. |
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“Nicht schießen, wir sind Christen!” |
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Es kam vor, dass Christen bei Schusswechseln von Amerikanern mit Saddams Gefolgsleuten auf tragische Weise ums Leben kamen. Vivian z.B. erlebte die Eroberung Bagdads durch US-Truppen aus nächster Nähe mit. Als ihre Familie im Auto flüchten wollte, schoss eine amerikanische Patrouille auf das Fahrzeug. Die Scheiben zersplitterten, Vivian verlor kurz das Bewusstsein. “Als ich wieder zu mir kam, sah ich, dass die Geschosse meiner Schwester beide Hände abgerissen hatten, mein Sohn Fayak auf dem Rücksitz war tot. Ich schrie den Soldaten zu: ‘Nicht schießen, wir sind Christen!’”. Als Vivian mit ihrer schwerverletzten Schwester das “Kindi”-Krankenhaus in Bagdad erreichte, war das Gebäude verlassen, ausgeraubt, keine Ärzte, keine Krankenschwestern, nichts. Schließlich waren es US-Soldaten, die die Schwerverletzte mit dem Hubschrauber in ein Militärkrankenhaus am Stadtrand von Bagdad brachten. Sie blieb sechs Wochen dort und überlebte.
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Gibt es Hoffnung? |
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In einem chaldäischen Kloster verteilen wir 50 weitere Mäntel, diesmal an Waisenkinder. Die Jungen und Mädchen waren nach Terrordrohungen in Bagdad hierher evakuiert worden. „Gibt es Hoffnung?“ will ich vom Kloster-Abt Gabriel wissen: “Ja”, sagt der junge Priester ohne Zögern: “Wir Christen kennen das Geheimnis des Lebens. Saddam, die Terroristen und die Schlächter unseres Volkes kennen es nicht. Das Geheimnis heißt Liebe. Sie ist stärker als alle Gewalt.” |
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Dankbare Waisenkinder mit CSI-Miarbeitern CSI |
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Die Schicksale der irakischen Christen, die unschuldig unter schrecklicher Verfolgung leiden, berühren uns jedesmal aufs Neue. Diese schwer geprüften Menschen, die an ihrem Glauben festhalten, verdienen unsere Solidarität. Danke, liebe CSI-Freunde, dass Sie uns mit Ihrem Engagement dabei helfen. |
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