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Irak 

Attentat auf Studenten

Terroristen haben am 2. Mai 2010 drei Busse mit christlichen Studenten, die sich auf dem Weg zur Universität befanden, in die Luft gesprengt.

Demonstration gegen das Attentat AKA  

gw. Am 2. Mai 2010 entlud sich der Hass islamistischer Terroristen erneut – diesmal gegen christliche Universitätsstudenten. Täglich müssen sie in einem bewachten Bus-Konvoi zwischen ihren Wohngebieten in der nordirakischen Ninive-Ebene und der Universität von Mosul hin- und herpendeln. Metallsplitter von ferngezündeten Sprengsätzen drangen durch Fenster und Karosserien der Fahrzeuge. Amateurfilmaufnahmen, die unmittelbar nach dem Sprengstoffattentat aufgenommen wurden, zeigen blutüberströmte junge Menschen. Man sieht auch, dass einige ihr Augenlicht verloren haben und am Straßenrand entlangwanken. Die Bilanz des Anschlags: 170 Verletzte, viele davon lebensgefährlich, und wie durch ein Wunder “nur” zwei Todesopfer.

Fortwährende Gewalt

 
Ohne Zweifel war es beabsichtigt, ein Massaker anzurichten. Warum wollen die Attentäter verhindern, dass junge Christen, die in Mosul Geschichte, Biologie oder Englisch studieren, einen Beitrag für die Entwicklung ihres Landes leisten? Gegen was und wen sind die Urheber dieser Verbrechen? Was soll erreicht werden? Ziellos sind die Attentate nicht. Es steht eine Absicht dahinter: Dem Aufbau eines angestrebten islamischen “Gottesstaats” darf nichts im Wege stehen, ansonsten wird es weggebombt.

 
Neben der fortwährenden Gewalt und Lebensbedrohung stehen die christlichen Familien, die in den staubgrauen Siedlungen der Ninive-Ebene ausharren, vor nahezu unlösbaren Problemen: Isolation, feindselige kurdische Nachbarn, Korruption der Zentralregierung in Bagdad, Mangel an Schulen und anderen Ausbildungsstätten. Dazu kommt ein Heer von Vertriebenen aus den instabilen südlichen Regionen des Landes.

Unabdingbare Solidarität

CSI zeigt sich jetzt erst recht mit den Verfolgten solidarisch. Unsere Mitarbeiter werden die Angehörigen der Ermordeten besuchen. Mit unseren bescheidenen Möglichkeiten helfen wir denjenigen, die an Leib und Seele verletzt sind, und spenden Hilfe und Trost. Nur indem wir uns konsequent weiter einsetzen, weiterbeten, weitere Zeichen der Liebe und der Versöhnung setzen, können wir den Bedrängten und Verfolgten beistehen und die Öffentlichkeit auf das ungeheuerliche Leiden der Opfer aufmerksam machen.

Verlangen Sie nach Aufklärung des Attentats und dass die Menschenrechte für Minderheiten eingehalten werden!

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