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Viele vertriebene Christen in Indien warten noch immer auf Gerechtigkeit. Sie haben alleine nicht die Kraft, für ihre Rechte zu kämpfen. |
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uh. Abel Naik wuchs als einfacher Landarbeiter im Dorf Murgiguda (Orissa) auf. Sein ganzes Leben verbrachte er hier und war glücklich. Mit ihm lebten weitere 43 christliche Familien in Murgiguda. Am 29. August 2008 attackierte ein aggressiver Mob fundamentalistischer Hindus sein Dorf und brannte alle 43 Häuser der christlichen Familien nieder. Diese mussten um ihr Leben rennen und sich zwei Tage lang in den nahe gelegenen Hügeln verstecken. Abel stürzte während der Flucht und brach sich ein Bein. Nur mit sehr viel Mühe und extremen Schmerzen gelang es der Familie nach mehreren Tagen, sich nach Tikaballi durchzuschlagen. Dort war inzwischen notfallmäßig ein Flüchtlingscamp eingerichtet worden. |
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Endstation Slum? |
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Abel und seine Familie konnten nicht mehr in ihr Dorf zurückzukehren. Nach einigen Monaten im Flüchtlingscamp erhielt die Familie die Gelegenheit, in die Hauptstadt (des Bundesstaats Orissa) Bhubaneswar aufzubrechen. Ohne Hab und Gut und ohne irgendwelche Hilfe mussten sie sich in einem Slum von Bhubaneswar einen Unterschlupf einrichten. Heute lebt die ganze Familie in einer einfachen Hütte. Als Tagelöhner können sie sich einigermaßen über Wasser halten.
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Abel ist heute 60 Jahre alt, verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. Mit großer Freude und Dankbarkeit nahm er die praktische Hilfe von CSI entgegen. Die erhaltenen Lebensmittel und neuen Kleider geben ihm und seiner Familie wenigstens vorübergehend etwas Ruhe und Hoffnung. Dass Christen aus solcher Ferne sich des Schicksals seiner Familie annehmen, hat ihn zutiefst berührt und ermutigt. |
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In der Not allein gelassen |
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Von den Behörden werden die Christen weitgehend im Stich gelassen. Obwohl in der Verfassung Demokratie, Religionsfreiheit und der Schutz von Minderheiten garantiert sind, gibt es in der lokalen Umsetzung gravierende Mängel. Politiker sind so stark mit den Macht- und Wirtschaftszentren beschäftigt, dass kaum jemand großes Interesse zeigt, sich ernsthaft für die Rechte der Minderheiten einzusetzen.
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Hilfe von Kirchen und CSI |
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Dank dem immensen Einsatz ihrer Kirchen und der Unterstützung durch CSI schöpfen die vertriebenen Christen neue Hoffnung. Von der Regierung erhalten sie für ihr zerstörtes Haus nur eine mickrige Entschädigung. Ohne die praktische Hilfe der Kirchen könnten diese Christen kaum überleben. CSI steuert Nothilfe für den täglichen Bedarf bei. Wir unterstützen Familien, damit die Kinder wieder zur Schule gehen können, und finanzieren den Wiederaufbau zerstörter Häuser. |
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Neben der Nothilfe engagieren wir uns in einem weiteren wichtigen Bereich: der Rechtshilfe. Einerseits darf das Unrecht nicht ungesühnt bleiben. Andererseits sollen die Opfer auch Schadenersatz erhalten. Wir wollen, dass sich mehr kompetente Anwälte für die Rechte dieser Verfolgten einsetzen. Mit starker Stimme soll Druck auf die Regierung ausgeübt werden: Die Behörden des Bundesstaats sollen endlich aktiv werden. |
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Ende April hatte unser Internationaler Präsident Herbert Meier die Gelegenheit, verschiedene Anwälte, Menschenrechtsexperten und leitende Persönlichkeiten in Bangalore zu gemeinsamem Handeln zu motivieren. Die vertriebenen Christen brauchen unsere Stimme, die sich für sie stark macht. |
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![]() | Indien Ein Land extremer Armut 7. Februar 2012 | ![]() | «Man spürt bei den Menschen eine enorme Dankbarkeit», erzählt Inés Wertgen. Sie hat das Indien-Projekt von CSI auf Anfang 2012 übernommen. |
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CSI ist eine christliche Menschenrechtsorganisation
für Religionsfreiheit
und Menschenwürde.