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Geographische Angaben | Fläche | 3'287'263 km² 9 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²) | Einwohner | 1'032,4 Mio 13 mal mehr als in Deutschland (82,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 314 Einwohner/km² (Deutschland: 231) | Bruttosozialprodukt | 598 EUR 51 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR) | Religionsangehörigkeit | Christen | 2.4% | Muslime | 11% | Hindus | 80.3% | Sonstige | 6.3% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission |
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Aggressionen
gegen Christen
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Orissa kommt nicht zur Ruhe. Immer wieder flammen massive Aggressionen gegen Christen auf. Polizei und Behörden schauen oft tatenlos zu oder sind sogar aktiv beteiligt. Bereits werden auch aus anderen Bundesstaaten Indiens Übergriffe auf Christen gemeldet.
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Mit großer Brutalität zerstörten extreme Hindus Häuser und Kirchen von Christen. CLA
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uh. Über 4.000 Häuser von Christen und etwa 400 Kirchen und christliche Institutionen sind bis heute niedergebrannt worden. Etwa 50.000 Christen sind auf der Flucht und haben ihr ganzes Hab und Gut verloren. Die Brutalität, mit der oft vorgegangen wird, ist kaum zu beschreiben. Wie schnell sich manchmal ein Mob radikalisieren lässt, zeigt folgendes Beispiel: |
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Am 4. November 2008 waren sieben Mitarbeiter des Hilfswerks “Discipleship Centre” (DC) im Distrikt Bhadrak im Bundesstaat Orissa unterwegs. Sie wollten eine Lieferung von Hilfsgütern an Flutopfer verteilen. Im Gedränge des Verkehrs gab es plötzlich eine Kollision mit einem nicht identifizierten Motorradfahrer. Ein DC-Mitarbeiter wurde dabei leicht verletzt. Sofort versammelten sich über 50 Personen an der Unfallstelle. Sie stritten heftig miteinander. Bereits einige Minuten danach waren rund 400 Menschen anwesend. Unter sie mischten sich auch Teilnehmer der extremistischen Hindu-Organisationen Rashtriya Swamyasevak Sangh (RSS) und Vishwa Hindu Parishad (VHP). Sie kamen von einer Protestdemonstration, skandierten antichristliche Parolen und wiegelten die Anwesenden auf. Die sieben DC-Mitarbeiter wurden in ein nahe gelegenes Krematorium verschleppt. Dort begann der Mob, die Christen zu ohrfeigen, zu stoßen und zu schlagen. Sie drohten ihnen, sie bei lebendigem Leibe zu verbrennen. Als nach einiger Zeit endlich die Polizei eingriff, konnte sie Schlimmeres verhindern. Die sieben DC-Mitarbeiter wurden zum Polizeirevier in Tihidi gebracht und dort während drei Tagen festgehalten.
Leider greift die Polizei in vielen Fällen gar nicht ein - oder erst viel zu spät. So kann sich im Mob eine Aggression entwickeln, die sich in brutalen Attacken gegen Christen entlädt. Dann werden Kirchen, Geschäfte und Privathäuser von Christen geplündert und zerstört. Oft werden dabei auch Christen getötet. |
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Indien erlebt heute ein enormes Wirtschaftswachstum und befindet sich im Umbruch. Dadurch entwickelt sich im Land auch ein Machtkampf zwischen Moderne und Tradition. Zum einen sind da die Erinnerungen an die Kolonialzeit unter den Briten. Zum anderen wird das Kastensystem der hinduistischen Religion immer mehr in Frage gestellt. So kommt der soziale Frieden zusehends ins Wanken. Das Christentum wie auch der Islam haben sich in Indien in den letzten Jahrzehnten sehr stark ausgebreitet. Da aber das Christentum die Religion des Westens ist, sehen viele Hindus in seiner Ausbreitung eine erneute Machtübernahme des Westens. Kernaussagen der Bibel wie Liebe, Nächstenliebe und Vergebung stehen in konträrem Gegensatz zu hinduistischen Überzeugungen. Wenn also Inder Christen werden, bekommen sie ein neues Selbstwertgefühl, weil sie ihren Wert in Christus entdecken. Ganz besonders die Dalits, die sogenannten Unberührbaren (niedrigste Kaste), verstehen plötzlich, dass sie gar nicht so arm und “unberührbar” bleiben müssen. Sie brechen aus, wodurch sich die Angehörigen der oberen Kasten bedroht fühlen. Ihre Macht ist in Gefahr. So entwickelt sich ein immer grösser werdender Hass gegen die Christen.
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Die Christen in Indien brauchen dringend unsere Gebete. Beten wir um Gottes Schutz und Bewahrung. Beten wir auch um Weisheit, dass Christen mit dieser stärker werdenden Aggression gegen sie richtig umgehen können und die Kraft bekommen, auf diese Gewalt mit göttlicher Liebe zu antworten. Besonders beten wir aber auch für die Aggressoren.
In einer Protestaktion setzt sich CSI praktisch für die Christen in Indien ein. Verlangen Sie, dass die die indische Regierung die Christen besser schützt. Erfahrungen zeigen, dass solche Protestaktionen oft grosse Wirkung haben, denn Regierungen und Botschaften erkennen, dass Missstände wahrgenommen werden und das Image ihres Landes Schaden nimmt. Darum ermutigen wir Sie, sich bei diesen Aktionen immer wieder zu beteiligen. Herzlichen Dank für Ihr Engagement! |
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Bitte verlangen Sie einen besseren Schutz für die Christen in Orissa! |
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Mail |
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Reaktion der Indischen Botschaft in Bern
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CSI wollte von der Indischen Botschaft in Bern wissen, was die Regierung in Indien konkret unternimmt, um diese Gewaltwelle zu stoppen.
In einem Telefongespräch erklärte die Botschaft, dass Indien diese Taten verurteile und die Täter zur Rechenschaft gezogen würden. Jede Minderheit in Indien habe ihre Rechte. Die Botschaft versuchte die Gräueltaten als kleine lokale Ausbrüche der Gewalt darzustellen. Im Verhältnis zur Grösse des Landes sei dieses Problem doch eher gering. In Indien würden doch mindestens 23 Millionen Christen leben.
Leider sieht die Situation vor Ort meistens anders aus und man merkt wenig vom schnellen Handeln der Regierung. Darum will CSI mit einer Protestaktion einen besseren Schutz für die Christen verlangen.
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