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Indien

Geographische Angaben

Fläche

3'287'263 km²
9 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²)

Einwohner

1'032,4 Mio
13 mal mehr als in Deutschland (82,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

314 Einwohner/km²
(Deutschland: 231)

Bruttosozialprodukt

598 EUR
51 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  2.4%

Muslime

11%

Hindus

80.3%

Sonstige

  6.3%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Indien 

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Neue Hoffnung für verfolgte Christen

Seit extremistische Hindus in Indien an Einfluss gewinnen, ist ein starker Anstieg der Gewalttaten gegen indische Christen zu verzeichnen. CSI startet ein neues Projekt, um verfolgten Christen vor Ort beizustehen.

Zerstörte Kirchen in der Region Khandamal, Orissa CSI  

uh. In Indien nimmt der Druck auf Christen in den letzten Jahren markant zu. Das Land gerät zusehends unter den Einfluss extremistischer Hindus. Mit nationalistischen und hinduistischen Parolen fordern sie eine Rückkehr zu den indisch-nationalen Wurzeln und schüren gezielt Hass gegen Christen. Aus verschiedenen Bundesstaaten wie Orissa, Gujarat, Karnataka oder Andhra Pradesh erreichen uns zunehmend dramatische Meldungen über Gewaltakte und Übergriffe. Am 3. Oktober wurde in Kolar im Bundesstaat Karnataka eine Gebetsveranstaltung einer Gemeinde von 20 Hindu-Extremisten überfallen. Mit lauten Drohungen und einem Handgemenge vertrieben sie die Christen aus der Versammlung. Sie drohten ihnen mit brutaleren Übergriffen, wenn sich die Gemeinde weiter zu Gottesdiensten treffen würde. Am Sonntag, dem 10. Oktober fand in dieser Gemeinde kein Gottesdienst statt.

Vor allem in armen, ländlichen Gegenden sind die Behörden vielfach nicht in der Lage und oft auch nicht gewillt, Christen den dringend benötigten Schutz zu bieten. Als Minderheit, die zudem häufig von Armut betroffen ist, fehlt es den meisten Christen an effektiven Möglichkeiten, ihre Rechte einzufordern. Daher plant CSI, ihnen vermehrt zur Seite zu stehen.

CSI startet Indien-Projekt

Bereits im vergangenen Sommer reiste CSI nach Indien, um sich vor Ort ein Bild über die Not der Christen zu machen. Insbesondere die Situation im Bundesstaat Orissa ist besorgniserregend. Bei einer groß angelegten Attacke von Hindu--Extremisten wurden im Distrikt Khandamal vor zwei Jahren rund 54’000 Christen vertrieben. Über 400 Kirchen und etwa 5’600 Häuser von Christen wurden zerstört. Viele der Flüchtlinge leben bis heute unter erbärmlichen Umständen in behelfsmäßigen Lagern.

Große Dankbarkeit über den Besuch von CSI CSI  

Mit einer ersten Soforthilfe konnte CSI einigen Familien Trost und Ermutigung spenden. Doch angesichts der großen Not hat sich CSI für ein längerfristiges Projektengagement in Indien entschieden und Ueli Haldemann als Projektleiter eingesetzt.

Schwerpunkt Khandamal

CSI wird sich zunächst auf die Region Khandamal konzentrieren. Khandamal ist eine sehr arme Region in Orissa. Kurz vor den Attacken auf die Christen kam in dieser Region die rechtsextreme Hindu-Partei “Vishwa Hindu Parishad (VHP)” an die politische Macht. Diese will nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass die “wahre indische Tradition und Kultur” gelebt werden kann. Christen sind daher unerwünscht.
Mit ersten Hilfsgüterlieferungen soll Familien geholfen werden, die in den Flüchtlingslagern täglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Außerdem stellt CSI Baumaterial zur Verfügung, damit diese Familien ihre zerstörten Häuser wieder aufbauen können.

In einem weiteren Schritt wird sich CSI zusammen mit indischen Kirchenleitern und lokalen Menschenrechtsorganisationen auch politisch für die Rechte der Christen einsetzen. Dazu gehört unter anderem, dass die Täter der brutalen Attacke von 2008 zur Rechenschaft gezogen werden. Die lokalen Behörden müssen in die Pflicht genommen werden, die verfassungsmässig garantierte Religionsfreiheit auch lokal konsequent umzusetzen.

Durch die anlaufenden CSI-Aktivitäten sollen Christen in Indien erleben, dass es Barmherzige Samariter gibt, die sich um ihre Not kümmern, und dass es Fürsprecher an ihrer Seite gibt, die ihnen helfen, für ihr Recht zu kämpfen. Damit CSI diesen Auftrag ausführen kann, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Herzlichen Dank, liebe CSI-Freunde, wenn Sie den Aufbau dieses neuen Projektes mit Ihren Gebeten begleiten und durch Ihre Gaben dazu beitragen, dass den bedrängten Christen in Khandamal geholfen werden kann.


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