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Indien

Geographische Angaben

Fläche

3'287'263 km²
9 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²)

Einwohner

1'032,4 Mio
13 mal mehr als in Deutschland (82,3 Mio)

Bevölkerungsdichte

314 Einwohner/km²
(Deutschland: 231)

Bruttosozialprodukt

598 EUR
51 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR)

Religionsangehörigkeit

Christen

  2.4%

Muslime

11%

Hindus

80.3%

Sonstige

  6.3%

Menschenrechte

Religionsfreiheit

Verletzung der religiösen Grundfreiheiten


Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission

Indien 

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Die große Herausforderung
«Liebt eure Feinde!»

Angst überwinden und vertrauen lernen CSI  

Christen in Kandhamal (Orissa) steht noch ein langer steiniger Weg bevor, bis sie wieder ein halbwegs normales Leben führen können. Die praktische Hilfe von CSI soll sie auf diesem Weg ermutigen.

Pratab Chandra CSI  

uh. Die Leidensgeschichte, die uns Pratab Chandra aus dem Dorf Pirigoda im Bezirk Kandhamal (Orissa) erzählt, lässt uns erahnen, wie schwierig und zeitintensiv es ist, bis Christen und Hindus zu einem friedlichen Miteinander zurückfinden. Bis hier wieder so etwas wie Normalität entsteht, wird noch einige Zeit vergehen. Doch die konkreten Schritte, welche die katholische Kirche schon jetzt mit Hilfe von CSI unternimmt, geben Grund zu Hoffnung und Zuversicht.

Zum Hinduismus gezwungen

Pratab erzählt uns eindrücklich, wie im August 2008 bei den Gewaltakten extremistischer Hindus auf Christen alle Christen fluchtartig ihr Dorf verlassen mussten. Drei Tage versteckten sie sich im angrenzenden Dschungel. Als sie sich langsam wieder aus ihren Verstecken wagten, hörten sie, dass die Hindu-Extremisten friedlich mit ihnen verhandeln wollten und sie in ihr Dorf zurückkommen sollten. Als sie das schließlich taten, merkten sie, dass sie in eine Falle gelockt worden waren. Hindu-Extremisten überfielen sie und sperrten sie ein. Dann wurden ihnen die Haare abgeschnitten und sie wurden gezwungen, Kuhmistwasser zu trinken und ab sofort als Hindus zu leben. Sie wurden zum Hindu-Tempel geschleppt, wo sie sich vor den Götzen verbeugen mussten. Die Hindus zwangen sie zudem, alle christlichen Gegenstände und Bibeln zu verbrennen und hinduistische Schriften anzuschaffen. Das war eine besonders schreckliche Leidenszeit für diese Christen.

Zerstörtes Haus eines Christen CSI  

Nach einiger Zeit gelang es ihnen, in die nächstgrößere Stadt Nayagarh zu fliehen. Dort gab es bereits ein christliches Flüchtlingslager. Ein ganzes Jahr lebten sie dort unter bescheidensten Umständen, oder besser gesagt, konnten sie gerade überleben. Währenddessen hatte sich die Lage in der Region etwas beruhigt. Vereinzelt wurden Hindu-Extremisten zur Rechenschaft gezogen. Auch hatte die Mehrheit der Hindus, die mit den Christen in Frieden zusammenleben wollen, inzwischen wieder die Oberhand gewonnen. So konnten es Pratab Chandra und seine Mitchristen wagen, wieder in ihr Dorf zurückzukehren.

Wiederaufbau-Hilfe

Pratab Chandra mit seiner Frau – begeistert vom renovierten Haus CSI  

Doch zu ihrer Bestürzung fanden sie ihre Häuser völlig zerstört und unbewohnbar vor. Die katholische Kirche stellte ihnen für den Neuanfang Zelte zur Verfügung. Damit konnten sie in ihrem Dorf wieder Fuß fassen. Mit einer bescheidenen Finanzhilfe der Regierung und der tatkräftigen Unterstützung von CSI durch die lokale Kirche konnte Pratab sein Haus nach und nach wieder aufbauen. Bei unserem Besuch zeigten er und seine Frau uns voller Stolz ihr neu renoviertes Häuschen. Überglücklich nahmen sie auch die Lebensmittelhilfe von CSI entgegen.

«Liebt eure Feinde!»

Ebenso wichtig wie der Wiederaufbau ist die Vorbeugung künftiger Konflikte. Christen wie Hindus müssen lernen, sich gegenseitig neu zu vertrauen und respektvoll miteinander umzugehen. Nach den so bitteren Erfahrungen ist es für Christen eine besondere Herausforderung, das Gebot Jesu «Liebt eure Feinde» ernst zu nehmen. Anstatt Gettos zu bilden, brauchen die Christen gerade jetzt Kraft, proaktiv auf Hindus zuzugehen und ihnen zu zeigen, dass sie gemeinsam mit ihnen für das Wohl des Dorfes einstehen wollen.

CSI-Mitarbeiter Ueli Haldemann spricht über Friedensförderung CSI  

Unterstützt von CSI stärkt die katholische Kirche mit gemeinsamen Projekten für Christen und Hindus die gegenseitige Akzeptanz. In einem ersten Schritt wird jeweils versucht, Spiele und sportliche Aktivitäten für Kinder zu organisieren. Kinder haben keine Mühe, miteinander zu spielen. Anschließend werden Eltern als Zuschauer eingeladen. So können sich Hindus wie Christen ungezwungen begegnen und lernen, aufeinander zuzugehen. In einem nächsten Schritt wird zu Gesprächsrunden eingeladen. Dort werden Themen der Versöhnung angesprochen und neue Dorfentwicklungsideen ausgetauscht. So entsteht nach und nach eine neue Vertrauensbasis und schließlich ein echtes Miteinander.


 

EUR  ,–  

Online oder mit Zahlschein / direkter Banküberweisung



Ueli Haldemann CSI  

CSI-Hilfe konkret

Liebe CSI-Freunde, mit Ihrer Unterstützung leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Förderung eines friedlichen Miteinanders in Indiens Krisengebieten. Vorrangig wird Christen geholfen, in ihren Dörfern wieder Fuß zu fassen. Durch Lebensmittel, Kleider und andere Utensilien für den täglichen Bedarf können sie in einer ersten Phase auch ohne Arbeitsstelle überleben. In einem weiteren Schritt hilft CSI beim Wiederaufbau von zerstörten Häusern.

Dann ermöglicht CSI Familien, dass ihre Kinder die Schule wieder besuchen können. Weiter fördert CSI die oben erwähnten Bemühungen, das Misstrauen zwischen Christen und Hindus abzubauen. So werden Christen ermutigt, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und in christlicher Nächstenliebe für die Bevölkerung da zu sein.

Im Namen der betroffenen Christen sage ich Ihnen, liebe CSI-Freunde, ein herzliches Dankeschön.

Ueli Haldemann, CSI-Projektleiter

Pratabs Frau freut sich über die erhaltenen Lebensmittel CSI  


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