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EUROPA 

Hassbedingte Verbrechen gegen Christen


Dienstag, 28. August 2012

In Europa wächst das Bewusstsein, dass auch Christen in unseren Regionen zunehmend von Intoleranz und Diskriminierung bedroht werden. Die OSZE arbeitet daran, die Probleme gezielt anzugehen.

Haben kaum Fürsprecher: Christen im Nahen und Mittleren Osten – hier im Irak CSI  

Auf Einladung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nahm CSI Ende Juni 2012 in Rom an einer internationalen Tagung zum Thema "Hassbedingte Verbrechen gegen Christen" teil. Ziel der Tagung war es, Organisationen der Zivilgesellschaft über den Stand der Diskussion zu informieren und zu erörtern, wie man solchen Verbrechen besser begegnen kann. Rund 40 Organisationen, die sich gegen religiöse Diskriminierung und Intoleranz, speziell gegenüber Christen, einsetzen, waren vertreten. Dabei beschränkten sich die Überlegungen naturgemäß weitgehend auf den OSZE-Raum, der die Staaten Europas, Nordamerikas, die Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion sowie die Türkei und Zypern umfasst.

Funktionierende Zivilgesellschaft

Angesichts der schwerwiegenden Gewalt und Diskriminierung, unter der Christen und andere religiöse Minderheiten in vielen Ländern zu leiden haben, erschienen weite Teile der Diskussion relativ theoretisch. Dennoch ist es gut, dass das Thema jetzt bearbeitet wird, bevor es auch in Europa schlimmer wird. Teilnehmer aus Frankreich berichteten, dass bei ihnen inzwischen fast wöchentlich Kirchen und christliche Friedhöfe angegriffen werden. Auch in anderen europäischen Ländern geraten Menschen, die zu ihrem Glauben stehen wollen, zunehmend unter Druck. Es ist daher erfreulich, zu sehen, dass sich viele gut vernetzte Organisationen für Religionsfreiheit in Europa einsetzen. Hierin zeigt sich einmal mehr, dass die Zivilgesellschaft funktioniert und in der Lage ist, für die Wahrung von Grundrechten einzustehen. Erfreulich auch, dass übernationale Organisationen wie die OSZE diesen Prozess aktiv unterstützen.

Gegen Gewalt und Diskriminierung

In vielen Ländern außerhalb Europas – insbesondere in kommunistischen und islamischen Staaten – können Christen und Angehörige anderer religiöser Minderheiten ihre Grundrechte dagegen nicht selber einfordern. Deshalb ist und bleibt es wichtig, dass gerade Opfer von religiöser Gewalt und Diskriminierung in diesen Regionen Unterstützung erhalten. CSI wird sich darum auch weiterhin nach Möglichkeit dafür einsetzen, diesen Menschen, die sonst kaum Fürsprecher haben, eine Stimme zu geben, sie vor Ort zu ermutigen und ihnen konkrete Hilfe zu bringen.

Autor: Benjamin Doberstein


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