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Nach Einschätzung von CSI stehen im Nahen und Mittleren Osten mindestens zwölf Millionen Menschenleben auf dem Spiel. In der Region zwischen Marokko und Pakistan mehren sich Anzeichen, die in der Vergangenheit einen Genozid begünstigt haben. Akut gefährdet sind nichtmuslimische Glaubensgemeinschaften im Irak, Iran und Sudan, in Syrien, Ägypten, Pakistan und in den palästinensischen Gebieten. Zu den bedrohten Minderheiten gehören unter anderen Christen, Juden, Bahai, Jesiden, Sabäer und Ahmadis.
Im Brief zitieren wir Spitzenpolitiker, die unsere dramatische Einschätzung der Lage teilen. So sagte zum Beispiel der französische Präsident Nicolas Sarkozy im Januar 2011: «Wir können nicht etwas hinnehmen, was immer mehr einem ausgesprochen perversen religiösen Säuberungsplan im Mittleren Osten gleicht.» Wir zählen im Brief Gewalttaten auf, die wir seit Beginn des sogenannten arabischen Frühlings registrieren mussten. Oft geht die Gefahr vom Staat selber aus. Seien es nun die staatlichen oder die nichtstaatlichen Akteure, sie alle werden von einer tief verwurzelten Kultur islamischen Überlegenheitsdenkens inspiriert, das rassistische Züge trägt.
Dieses Überlegenheitsdenken führte im 20. Jahrhundert zur Auslöschung von einstmals blühenden christlichen Gemeinden in der Türkei – Armeniern, Griechen und Assyrern – und war die Ursache für den Niedergang der jüdischen Volksgruppe in der arabischen Welt. Dieselbe völkermordende Dynamik ist auch jetzt zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Gang gekommen. Sie muss eingedämmt werden, ehe es zu spät ist. |
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