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Naher Osten 

Genozid-Warnung!


Donnerstag, 2. Februar 2012

Die religiösen Minderheiten im Nahen und Mittleren Osten sind von einem Genozid bedroht. Im Rahmen unseres neuen Projekts im Nahen Osten wollen wir uns auch politisch vermehrt für religiöse Minderheiten in diesem Gebiet einsetzen.

Schließt sich die Tür für christliche Minderheiten?   

je. Am 30. November 2011 verbreiteten wir in einer koordinierten Aktion von CSI-USA, CSI-Deutschland und CSI-Schweiz eine Genozid-Warnung zugunsten der religiösen Minderheiten im Nahen und Mittleren Osten. Wir appellierten an US-Präsident Barack Obama, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey sowie den deutschen Außenminister Guido Westerwelle, den drohenden Genozid zu verhindern, und stellten konkrete Forderungen.

Islamisches Überlegenheitsdenken

Nach Einschätzung von CSI stehen im Nahen und Mittleren Osten mindestens zwölf Millionen Menschenleben auf dem Spiel. In der Region zwischen Marokko und Pakistan mehren sich Anzeichen, die in der Vergangenheit einen Genozid begünstigt haben. Akut gefährdet sind nichtmuslimische Glaubensgemeinschaften im Irak, Iran und Sudan, in Syrien, Ägypten, Pakistan und in den palästinensischen Gebieten. Zu den bedrohten Minderheiten gehören unter anderen Christen, Juden, Bahai, Jesiden, Sabäer und Ahmadis.

Im Brief zitieren wir Spitzenpolitiker, die unsere dramatische Einschätzung der Lage teilen. So sagte zum Beispiel der französische Präsident Nicolas Sarkozy im Januar 2011: «Wir können nicht etwas hinnehmen, was immer mehr einem ausgesprochen perversen religiösen Säuberungsplan im Mittleren Osten gleicht.» Wir zählen im Brief Gewalttaten auf, die wir seit Beginn des sogenannten arabischen Frühlings registrieren mussten. Oft geht die Gefahr vom Staat selber aus. Seien es nun die staatlichen oder die nichtstaatlichen Akteure, sie alle werden von einer tief verwurzelten Kultur islamischen Überlegenheitsdenkens inspiriert, das rassistische Züge trägt.

Dieses Überlegenheitsdenken führte im 20. Jahrhundert zur Auslöschung von einstmals blühenden christlichen Gemeinden in der Türkei – Armeniern, Griechen und Assyrern – und war die Ursache für den Niedergang der jüdischen Volksgruppe in der arabischen Welt. Dieselbe völkermordende Dynamik ist auch jetzt zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Gang gekommen. Sie muss eingedämmt werden, ehe es zu spät ist.


 

Ihre Solidarität ist für die Christen im Nahen und Mittleren Osten eine große Hilfe und Ermutigung

EUR 

40,–

Lebensmittelpaket für eine Flüchtlingsfamilie

EUR 

100,–

Medikamente für kranke und behinderte Flüchtlingsopfer

EUR 

170,–

Beitrag für medizinische Versorgung von Anschlagsopfern

EUR  ,–   freier Betrag

Online oder mit Zahlschein / direkter Banküberweisung




Anzeichen für einen bevorstehenden Genozid im Nahen und Mittleren Osten

Völkermorde fanden durch die Jahrhunderte zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten statt. Vergleicht man die historischen und sozialen Gegebenheiten im Vorfeld der Gewalt, so lassen sich bestimmte Faktoren identifizieren, die einem Genozid über einen längeren Zeitraum vorausgehen und somit als Warnsignale dienen können:


Ethnische oder religiöse Unterschiede werden aufgrund physischer Merkmale, Sprache und gruppenspezifischer Symbole in der Öffentlichkeit verstärkt wahrgenommen.

Es bestehen multireligiöse und/oder multiethnische Gesellschaften; gleichzeitig fehlt es jedoch an bedeutsamen Institutionen, die eine integrierende Wirkung entfalten.


Es bestehen autoritäre Regierungstraditionen und es fehlt an rechtsstaatlichen Mechanismen.


Die herrschenden Eliten sind stark verunsichert.


Der Verdacht, dass die betroffenen religiösen oder ethnischen Minderheiten in Wirklichkeit Agenten einer politisch subversiven Macht seien, ist gesellschaftlich weit verbreitet.


In der Gesellschaft ist eine rassistisch oder religiös diskriminierende Weltanschauung verbreitet, die eine utopische Vision von einer homogenen Gesellschaft als Basis für die staatliche Einheit umfasst.

Es existieren rechtliche Normen oder soziale Gewohnheiten, die die Diskriminierung aufgrund von Rasse oder Religion unterstützen.


Staatliche und nichtstaatliche Stellen verbreiten landesweit Hasspropaganda, die Mitglieder einer bestimmten religiösen oder ethnischen Gemeinschaft als minderwertig, als Fremdkörper oder als subhumane Kreaturen darstellt.


Es kommt zum Ausbruch von organisierter Gewalt durch Mobs oder einzelne Attentäter gegen Angehörige der betroffenen religiösen oder ethnischen Minderheiten.


Diskriminierung und Gewalt gegen die Angehörigen der betroffenen Minderheiten durch staatliche und nichtstaatliche Akteure werden regelmäßig abgestritten.


Es ist eine weitverbreitete Militarisierung der Gesellschaft und/oder massiver Einfluss nichtstaatlicher Terrorgruppen oder Milizen festzustellen.


In den meisten Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sind einige, zum Teil sogar alle dieser Faktoren in unterschiedlichem Ausmaß Realität.

CSI-Projekt: Koptische Frauen erhalten eine Ausbildung CSI  


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