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Christen sind in Ägypten seit Jahren besonders von Diskriminierung, Not und Armut betroffen. Um sie zu unterstützen, startete CSI in mehreren Dörfern Entwicklungsprogramme. Nach zwölf Jahren muss sich CSI aus diesen leider zurückziehen. |
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Koptisch-christlicher Junge im Beni Suef CSI |
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Im Jahr 2000 startete CSI in Ägypten ein Dorfentwicklungsprojekt. Partner vor Ort war der koptisch-christliche Orden "Töchter der Heiligen Maria". Unser Ziel war die Unterstützung und Ermutigung der christlichen Minderheiten. Diese sind besonders von Diskriminierung, Not und Armut betroffen. Die Arbeit begann in zwei christlichen Dörfern im Bezirk Beni Suef, etwa 100 Kilometer südlich von Kairo. Im Lauf der Zeit dehnten wir die Arbeit auf insgesamt sieben Dörfer aus. |
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Dörfer blühten auf |
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Jahre lang konnten wir koptisch-christlichen Kindern helfen CSI |
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Wir bauten Kinderhorte und Vorschulklassen auf und stellten den Kindern Schulmaterial und Schuluniformen bereit. Erwachsene lernten lesen und schreiben und erhielten in Kursen praktische Tipps zu Ernährung, Hygiene und erster Hilfe. Vor allem Mütter nahmen motiviert teil und konnten mit dem erworbenen Wissen die Situation ihrer Familien verbessern. Kurse in Landwirtschaft und Kleintierzucht ermöglichten es, höhere Erträge zu erzielen. Dabei unterstützten wir auch die Gründung von Kleinunternehmen. Mit fachmännisch installierten Wasser- und Stromanschlüssen konnten Hygiene und Sicherheit erhöht werden. Ein besonderes Anliegen war uns die Kampagne gegen Mädchenbeschneidung. Das Dorf Beni Khalil, in dem wir tätig waren, war eines der ersten ägyptischen Dörfer, in denen die Beschneidung offiziell abgeschafft wurde.
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Kontakt sehr schwierig
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Leider verstarb im August 2011 unsere langjährige Projektleiterin vor Ort, Schwester Agapie. Seitdem ist die Projektbetreuung aus der Schweiz sehr schwierig geworden. Der Umbruch im sogenannten Arabischen Frühling behinderte den Kontakt zusätzlich. Die Einreise nach Ägypten wurde uns sehr erschwert. Nach langem Überlegen und Ringen haben wir daher entschieden, die Zusammenarbeit mit den "Töchtern der Heiligen Maria" per Mitte 2012 abzubrechen und das Projekt zu beenden. Unter den genannten Umständen ist es uns nicht mehr möglich, eine gute Übersicht und Kontrolle über das Projekt zu wahren. Wenn ein regelmäßiger Besuch eines Projekts nicht möglich ist, können wir auch nicht mit gutem Gewissen Spenden dafür sammeln. |
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Herzlichen Dank für Ihr Mittragen |
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Wir sind sehr traurig, dass wir dieses wertvolle Projekt nicht weiterführen können. Wir hoffen aber darauf, dass die Arbeit lokal durch die Unterstützung des koptisch-orthodoxen Bischofs von Beni Suef weitergehen wird.
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Koptisch-christliche Kinder im Beni Suef CSI |
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| Print-Version |
![]() | Ägypten / Schweiz Christen in Ägypten | ![]() | «Schicksalstage am Fuße der Pyramiden» – im soeben erschienenen Buch berichtet Daniel Gerber, wie die Kopten den «arabischen Frühling» erleben. |
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CSI ist eine christliche Menschenrechtsorganisation
für Religionsfreiheit
und Menschenwürde.