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Koptische Frauen werden hinterhältig zur Heirat mit muslimischen Männern und zum anschließenden Übertritt zum Islam gezwungen. Dies sind keine Einzelfälle, sagt CSI-Vorstandsmitglied Michele Clark. |
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Hanna (Name aus Sicherheitsgründen geändert) war mit einem muslimischen Mädchen in ihrer Nachbarschaft befreundet. Dieses machte Hanna mit ihrem Bruder bekannt. Sie verbrachten viel Zeit miteinander und wurden Freunde. Eines Tages hatte das muslimische Mädchen etwas zu besorgen und ließ Hanna alleine mit ihrem Bruder zurück. Er nutzte die Situation aus und vergewaltigte sie. Aus Scham und Furcht, was ihre Familie sagen würde, ließ sich Hanna überzeugen, ihren Vergewaltiger zu heiraten und zum Islam zu konvertieren. |
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Christen sollen gehen |
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ah. Hanna ist nur eine von vielen Koptinnen, die gezwungen werden, zu heiraten und zum Islam zu konvertieren. Michele A. Clark ist CSI-Vorstandsmitglied in den USA. Die anerkannte Menschenrechtsexpertin beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Problemen des internationalen Menschenhandels. Sie sieht im Vorgehen der Täter in Ägypten das immer gleiche Muster: Sie gewinnen das Vertrauen von koptischen jungen Frauen und missbrauchen dieses. Der Heirat folgt in der Regel nach wenigen Tagen die erzwungene Bekehrung zum Islam. Koptischen Frauen, die das Kreuz aufs Handgelenk tätowiert haben, wird dieses schmerzhaft entfernt:
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Das koptische Kreuz, das auf ihr Handgelenk tätowiert war und sie als Christin kennzeichnete, wurde mit Säure weggeätzt.
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Selber schuld? |
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Die jungen Koptinnen werden meistens nicht von Fremden zur Heirat und zur Konversion gezwungen, sondern von muslimischen Freunden, denen sie vertraut hatten. Wie ist das möglich? «Sie nutzen die Verletzlichkeit und Naivität der jungen koptischen Frauen aus», erklärte Michele Clark vor einem Ausschuss des US-Parlaments. Die Kopten sind in der ägyptischen Gesellschaft nicht gleichberechtigt. Viele sind arm. Muslimische Täter – das sind häufig auch Frauen – machen sich dies zunutze und locken die christlichen Frauen mit Geld. Zudem bieten sie ihnen oft eine (vermeintlich) heile Welt, in der sie ihre familiären Probleme hinter sich lassen können. Weiter stehen die Koptinnen, so Clark, unter einem Anpassungsdruck, den ihre muslimischen Kolleginnen in der Schule auf sie ausüben. Manche wollten dann einfach „so sein wie die andern“, dazugehören.
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Komplizenschaft der Behörden |
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Koptische Frauen, die unter Zwang heirateten und zum Islam konvertierten, können sich nur selten befreien. Oft werden sie nach ihrer Heirat von der Außenwelt völlig abgekapselt und dürfen das Haus alleine nicht mehr verlassen. Selbst der telefonische Kontakt mit ihren Angehörigen wird verboten.
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Was können Sie tun? |
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Was können Sie gegen das Unrecht tun? Informieren, meint Clark: „Je breiter das Thema in der Öffentlichkeit bekannt ist, desto leichter ist es für die Opfer, ihr Schweigen zu brechen, desto geringer ist die Scham.“ Diesen Informationsauftrag will CSI in Zukunft noch stärker wahrnehmen.
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