|
|
 |

|
|
Geographische Angaben | Fläche | 1'002'000 km² 2 mal so groß wie Deutschland (357'023 km²) | Einwohner | 65,2 Mio (Deutschland: 82,3 Mio) | Bevölkerungsdichte | 65 Einwohner/km² 3 mal kleiner als in Deutschland (231) | Bruttosozialprodukt | 1'989 EUR 15 mal tiefer als in Deutschland (30'628 EUR) | Religionsangehörigkeit | Kopten | 9.2% | Muslime | 90% | Sonstige | 0.8% | Menschenrechte | Religionsfreiheit | Teilweise schwere Verletzung der religiösen Grundfreiheiten | | Behinderung von Kultus, Diakonie und Mission |
|
|
Nach einem Überfall muslimischer Beduinen auf das koptisch-christliche Kloster Abu Fana im oberägyptischen Mallawi werden Christen zu Folteropfern.
|
|
|
|
|
Kloster Abu Fana CPT
|
|
|
ms. 30. Mai 2008: Ein Mob von 60-70 muslimischen Beduinen greift das koptisch-christliche Kloster Abu Fana in der Nähe der oberägyptischen Stadt Mallawi an. Die Angreifer fesseln zwei Mönche an einen Baum und peitschen sie aus. Dann werden sie aufgefordert, auf ein hingeworfenes Kreuz zu spucken. Einer der beiden Mönche ist bis heute spurlos verschwunden; vermutlich wurde er umgebracht. Die ägyptische Öffentlichkeit erfährt von dem Überfall, weil dabei einer der muslimischen Angreifer ums Leben kommt. |
|
|
|
|
Kloster Abu Fana CPT
|
|
|
Anfang Juni nehmen Polizisten die christlichen Brüder Ibrahim und Refaat Fawzy Abdo fest, die Bauarbeiten an dem historischen Kloster leiten. Die Beamten beschuldigen sie, den muslimischen Angreifer ermordet zu haben. Dabei waren die beiden zur Tatzeit gar nicht im Kloster anwesend. Dies wird auch von Dorfbewohnern bestätigt. Noch dazu stellt sich heraus, dass die aufgefundene Tatwaffe einem gewissen Abdullah gehört, einem der Beduinen, die beim Angriff auf das Kloster beteiligt waren. |
|
|
Anders als den Angreifern, die nach Befragungen sofort wieder freikommen, steht den Brüdern Refaat und Ibrahim ein dreitägiges Folterverhör bevor. Dabei werden sogar Elektroschockgeräte eingesetzt. Die Beamten versuchen, ihnen das Geständnis abzupressen, sie selber hätten das Kloster überfallen. Gleichzeitig machen die Justizbehörden die Verteidigung der Angeklagten davon abhängig, dass das Kloster eine Zahlung von umgerechnet ca. 625.000.- Euro leistet.
Der Fall der Brüder Ibrahim und Refaat erinnert an das Schicksal von William Shaiboub Arsal aus der oberägyptischen Ortschaft El-Kosheh. Für dessen Freilassung setzte sich CSI letztes Jahr bereits ein (vgl. CSI-Magazin September 2008). Im August 1998 festgenommen, wurde Arsal willkürlich eines Mordes bezichtigt und gefoltert. Im Juni 2000 machte man ihm trotz fehlender Beweise den Prozess. Seit mehr als zehn Jahren sitzt der allem Anschein nach völlig unschuldige Christ hinter Gittern. IGFM |
|
 |
|
Bitte verlangen Sie die Freilassung der drei Christen! |
|
|
Mail |
|
|