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Erschütterndes spielte sich am 6. März 2011 in Kairo ab: Mit Vorschlaghämmern und unter Rufen von "Allahu Akbar" zertrümmerte ein aufgebrachter muslimischer Mob die koptische "St. George Kirche" im Kairoer Vorort Helwan (Helwan: Süsser Brunnen). Ein auf YouTube veröffentlichtes Video zeigt das Zerstörungswerk, das rhythmische Dröhnen der Hämmer, die dumpfen Rufe und die über die Trümmer kletternden muslimischen Gestalten. Die christliche Gemeinschaft in Helwan ist wie gelähmt. |
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csi/bd. Zum Jahreswechsel 2010/2011 hatte hatte sich vor der “Kirche der Heiligen” in Alexandria ein grauenhaftes Selbstmordattentat ereignet, das 22 Menschen in den Tod riss, 95 wurden zum Teil schwer verletzt. |
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Zwei Koptinnen trauern um ermordete Angehörige RT |
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Latent antichristliche Stimmung |
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Die seit den 70er Jahren durch radikale Kräfte im Land vorangetriebene Islamisierung hat inzwischen weite Teile der ägyptischen Gesellschaft erfasst. Und es ist die Religion, welche die moralische Rechtfertigung für die Benachteiligung der christlichen Bevölkerung bietet. Zugleich wird eine latent antichristliche Stimmung in der Gesellschaft durch die staatliche Förderung des Islams als Staatsreligion verstärkt. |
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Christen bleiben bedroht |
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Offizielle Stellen streiten diese Tatsachen ab: Ein religiöses Motiv für das Massaker wird heruntergespielt. Dabei hatte es gerade in Alexandria vor dem Anschlag Hetzpredigten gegen Christen gegeben. Auch das Terrornetzwerk Al-Qaida hat den ägyptischen Kopten seit langem gedroht. |
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Wie die unabhängige Zeitung Al-Dostour am 2. Januar berichtete, war zwei Wochen vor dem Anschlag in einem islamistischen Internetforum eine Liste von Kirchen veröffentlicht worden, die in der Neujahrsnacht angegriffen werden sollten. Unter ihnen auch die “Kirche der Heiligen” in Alexandria. Trotz dieser expliziten Drohungen verstärkte die Regierung ihre unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen vor der Kirche nicht. Es gab nicht einmal Überwachungskameras. |
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Eine bessere Zukunft? |
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Welche Richtung der Aufstand in Ägypten auch nehmen wird, die Lage der koptischen Christen wird sich kaum verbessern. Die Ursachen liegen vor allem in der weit verbreiteten Islamisierung der Gesellschaft. Daran wird auch die nächste Regierung nichts ändern. Im Gegenteil, es muss befürchtet werden, dass die radikale Muslimbruderschaft weiter an Einfluss gewinnt. Die ägyptischen Christen würden dadurch noch stärker bedroht. |
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Die Situation der Kopten in Ägypten bleibt ein dringendes Gebetsanliegen. |
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