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Menschenrechte 

60 Jahre “Allgemeine Erklärung der Menschenrechte”

 
Eine große Idee hat Geburtstag. Vor sechzig Jahren, am 10. Dezember 1948, entstand erstmals ein internationales Abkommen zum Schutz der Menschenrechte. Doch zunehmend geraten diese Menschenrechte unter Beschuss.

uh. «Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren» – diesen Grundsatz hielt die internationale Staatengemeinschaft am 10. Dezember 1948 als oberstes Gebot in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) fest. Damit wurde ein grundlegendes ethisches Prinzip auf die höchste rechtliche Ebene gehoben: Alle Menschen haben, unabhängig von ihrer Staatenzugehörigkeit, ihrer Religion und ihren Ansichten, Rechte, die ihnen von Natur aus zustehen und die ihnen unter keinen Umständen weggenommen werden dürfen. Der Gedanke dahinter ist, dass alle Menschen gleichwertig sind und jede Person Anspruch auf ein würdiges und selbstbestimmtes Leben hat.

In der AEMR wurden verschiedene Kategorien festgehalten
(s. Bild unten):

Auf christlichem Fundament

Die AEMR basiert auf jüdisch-christlichem Gedankengut. Ohne diesen Hintergrund sind die Menschenrechte in der heutigen Form nicht denkbar. Die Bibel sagt, dass der Mensch eine gottgegebene Würde hat, indem Gott den Menschen nach seinem Bild schuf. Niemand darf ihm also diese göttliche Würde nehmen oder absprechen. Schon wenn ein Staat sagt, Religion sei Privatsache, die Bürger sollten ihren Glauben im Privaten leben, klammert er bereits einen Teil der AEMR aus (öffentliches Bekenntnis, Mission). Die ganze Gesetzgebung unseres demokratischen Rechtsstaates basiert auf dem christlichen Gedankengut.

U. Haldemann im Einsatz für Menschenrechte (vor der CSI-Zeit)   

192 Länder haben die AEMR bis heute gutgeheißen. Obwohl sie rechtlich nicht verbindlich ist, hat sie ein hohes moralisches Gewicht und ist die Grundlage für alle weiterführenden internationalen, regionalen und nationalen Menschenrechtsabkommen (z.B. die Europäische Menschenrechtskonvention). Einige Staaten haben zumindest Teile daraus in ihren staatlichen Gesetzen verankert.

Noch viel zu tun

Sechzig Jahre nach der Verabschiedung der AEMR werden leider viele Menschenrechte auch heute noch missachtet. Zahlreiche Staaten profitieren von der Tatsache, dass es schwierig ist, ihre weltweite Einhaltung zu kontrollieren. Bis heute werden Menschen diskriminiert, gefoltert und getötet. Auf der einen Seite hat sich die UNO als unfähig erwiesen, auf schwere Menschenrechtsverletzungen wie in Darfur (Sudan), in Simbabwe, im Irak und in Myanmar (Burma) angemessen zu reagieren. Auf der anderen Seite bieten diese Menschenrechtsabkommen eine Grundlage dafür, dass Organisationen wie CSI oder auch einzelne Menschen die Verantwortlichen solcher Verletzungen an ihre Pflichten erinnern können.

Befreite Sklaven im Südsudan.                                       Zerstörte Kirche im Irak.   

Religionsfreiheit ist Menschenrecht

Das Recht auf Religionsfreiheit wird in über 50 Ländern nach wie vor auf gravierende Weise missachtet. 200 Millionen Christen werden heute weltweit diskriminiert, schwerwiegend benachteiligt und zum Teil massiv verfolgt. Jeder zehnte Christ ist davon betroffen. Angesichts dieser Missstände dürfen wir nicht schweigen. Wir müssen den verfolgten Christen eine öffentliche Stimme geben.

Besonders jetzt ist dies nötig, denn immer mehr Stimmen werden laut, dass die AEMR neu überarbeitet werden müsse. Besonders die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), der bereits 57 Staaten angehören, fordert von der UNO eine Anpassung. In der Kairoer Erklärung verabschiedeten sie am 5. August 1990 ihre eigenen Menschenrechte, die der Scharia unterstellt sind. Aber die UNO darf nach den Worten von Papst Benedikt XVI. die Menschenrechte nicht preisgeben. In seiner Ansprache am New Yorker Sitz der Vereinten Nationen wandte sich das katholische Kirchenoberhaupt am 18. April 2008 gegen aktuelle Versuche, die Menschenrechtserklärung aufzubrechen und Einzelinteressen zu unterwerfen. Sie könne „nicht stückweise angewandt werden, je nach Trends oder selektiven Entscheidungen”.

CSI: Gemeinsam für Freiheit

Dafür setzen wir uns mit Ihnen ein. Mit Protestaktionen, Unterschriftensammlungen, Kundgebungen, Informationsverbreitung, Sklavenbefreiung und Gebetsaufrufen erinnern wir Regierungen an ihre Pflichten und machen die Öffentlichkeit auf die immense Not der verfolgten Christen aufmerksam. Mit Ihrem Engagement geben Sie denjenigen Christen eine Stimme, die nicht für sich selbst sprechen können.

Danke, dass Sie mit uns dranbleiben. Gemeinsam mit Ihnen setzen wir uns für Freiheit ein.


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